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Weiterbildung : Die Besten werden noch besser

Große Chance oder lästige Pflicht? Die Meinungen über Fortbildung gehen auseinander Bild: © fotolia.com

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern Fortbildungskurse an. Das Problem ist, dass vor allem die gut Qualifizierten zugreifen. Der Rest verliert an Boden.

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          Lange Zeit taugte das Thema „Lebenslanges Lernen“ vor allem für Sonntagsreden und Absichtserklärungen. In der betrieblichen Praxis erwiesen sich die Deutschen hingegen als Weiterbildungsmuffel. Angesichts von zunehmenden Engpässen am Arbeitsmarkt scheint sich der Trend jedoch zu ändern. Darauf deuten aktuelle Daten des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hin.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Immerhin haben 53 Prozent aller Unternehemen in Deutschland im Jahr 2011 ihren Beschäftigten entsprechende Weiterbildungsangebote gemacht. Das waren mehr als jemals zuvor.  „Damit setzt sich der positive Trend beim betrieblichen Weiterbildungsangebot fort, der nur in der Wirtschafts- und Finanzkrise kurzzeitig gestoppt wurde“, teilt das IAB mit. Auf der anderen Seite hat fast ein Drittel der Beschäftigten das entsprechende Angebot auch wahrgenommen. Nach Angaben der Wissenschaftler ist auch das ein Höchstwert. Die Teilnahmequoten unterschieden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben.

          Ältere bilden sich seltener fort

          Nach Branchen betrachtet, bieten vor allem das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Bereich Erziehung und Unterricht den Beschäftigten ein großes Angebot. Nur unterdurchschnittlich sind die Möglichkeiten dagegen in der Branche Beherbergung und Gastronomie.

          Ob Beschäftigte die Möglichkeit zu einer Fortbildung wahrnehmen, hängt sehr stark von ihrer Qualifikation ab. „Nach wie vor sind es vor allem die höher qualifizierten Mitarbeiter, die an Weiterbildungen teilnehmen: Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hochschulabschluss erfordern, nahm rund jeder zweite an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil“, heißt es. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten waren es nur knapp jeder siebte. Dadurch vergrößert sich die Kluft innerhalb der Belegschaft weiter.

          Auch die relativ schwache Beteiligung von älteren Mitarbeitern ist ist weiterhin erkennbar. Zwar sei die Teilnahmequote der Älteren in den letzten Jahren gestiegen, schreibt das IAB. „Dennoch lag sie 2011 etwa fünf Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller Beschäftigten.“

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