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VroniPlag Wiki : Was wollen die Plagiatsjäger?

  • -Aktualisiert am

Besonders schwerer Fall: Die Arbeit von Karl-Theodor zu Guttenberg wurde auf der Plattform „GuttenPlag Wiki“ dokumentiert. Der Minister trat zurück. Bild: dpa

Die Plattform VroniPlag Wiki treibt Politik und Wissenschaft seit Jahren vor sich her. Verfolgen die Plagiatsjäger politische Ziele, oder machen sie nur die Arbeit, die an den Universitäten liegen bleibt?

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          Wer steckt hinter der Plattform?

          Die Internetplattform VroniPlag Wiki ist ein kollaboratives Projekt, an dem sich jeder beteiligen darf. Die Mitwirkenden bleiben in der Regel anonym. Sie haben unterschiedliche Motivationen, viele wollen wissenschaftliches Fehlverhalten aufdecken. Das Impressum von VroniPlag Wiki weist die Wikia Inc. in San Francisco als Verantwortlichen aus. Der Name Vroni bezieht sich auf den Vornamen Veronika. Die Dissertation einer Autorin mit diesem Namen wurde zuallererst untersucht. VroniPlag Wiki ist nicht zu verwechseln mit der Website vroniplag (ohne Wiki), die eine Privatperson betreibt, um kommerzielle Dienstleistungen anzubieten. Bei VroniPlag Wiki erfolgen dagegen alle Tätigkeiten ehrenamtlich. Spenden werden nicht angenommen.

          Wer sind die bekannten Gesichter?

          Nach außen treten drei Professoren in Erscheinung: die Juristen Gerhard Dannemann von der Berliner Humboldt-Universität und Roland Schimmel aus Frankfurt sowie die Informatikerin Debora Weber-Wulff von der HTW Berlin. Sie engagieren sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit bei VroniPlag Wiki. Zur Kritik, diese Tätigkeit würde sie von ihrem Kerngeschäft ablenken, erklärt Dannemann: „Um meine Aufgaben in Lehre, Forschung, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit zu erfüllen, muss ich durchschnittlich pro Woche zehn unbezahlte Überstunden machen. Und deswegen erscheint es mir auch ziemlich müßig, ob meine Arbeit für VroniPlag Wiki als Freizeit zählt oder als Überstunden in Erfüllung einer dienstlichen Aufgabe, nämlich bei der Wahrung der Integrität der Wissenschaft. Dazu sollten sich alle Wissenschaftler aufgerufen fühlen.“ Neben den drei Professoren äußert sich gelegentlich ein vierter Aktivist in den Medien. Er agiert unter dem Pseudonym Robert Schmidt. Seine wahre Identität ist unklar. Vor einigen Jahren erklärte er in einem per E-Mail geführten Interview, dass er ruhiger und besser arbeiten könne, wenn er nicht bekannt sei.

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