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Handyverbot im Klassenraum : Schluss mit der Fixierung aufs Digitale!

  • -Aktualisiert am

Stilfrage: Der Einsatz digitaler Medien muss zur Gestaltung des Unterrichts passen. Bild: dpa

Tablets und Handys haben im Unterricht nichts zu suchen. Sie sind dort nicht einmal rechtlich erlaubt. Wie sich digitale Technik intelligent in der Schule einsetzen lässt. Ein Gastbeitrag.

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          Das Handyverbot an französischen Schulen ist in der deutschen Bildungpolitik überwiegend auf Ablehnung gestoßen. Was die Kultusministerkonferenz (KMK) selbst unter fortschrittlichem Unterricht versteht, machte im Dezember 2017 eine Pressemeldung mit dem plakativen Titel „Erfolgreicher Unterricht ist digital – aber nicht ausschließlich“ deutlich. Wer den Stand der Forschung kennt, wunderte sich. Als Kriterien für gelungenen Unterricht gelten bislang Qualifikation und Persönlichkeit der Lehrkräfte, strukturierter Unterricht und ein lernförderliches Klima. Nicht relevant: die Anzahl von Computern oder Tablets.

          Diese Kriterien gelten auch für die der KMK-Meldung zugrundeliegenden Studie. Bereits der Titel relativiert: „Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe.“ Dass sich mathematisch-technische Fächer eher für den Einsatz von Rechenmaschinen eignen, weiß man seit Abakus und Taschenrechner. In der Broschüre (die Studie selbst ist noch nicht publiziert) wird deutlich, dass es nicht digitale Medien an sich sind, die sich positiv auf Leistung und Motivation auswirken, sondern deren ergänzende Integration in den Präsenzunterricht. Die Lehrkräfte müssen zuvor im Einsatz digitaler Medien geschult sein, und sie müssen die Schüler bei der Arbeit an den Geräten unterstützen. Auch sollte in Gruppen gearbeitet werden, nicht isoliert an Einzelarbeitsplätzen. Das ist etwas völlig anderes, als die Pressemeldung suggeriert.

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