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A bis Z : Von A wie Anschreiben bis Z wie Zweitleser

  • -Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Was Berufseinsteiger bei ihrer Bewerbung beachten sollten.

          3 Min.

          A wie Anschreiben:

          Innerhalb der ersten Sätze Interesse wecken – das klappt nicht mit „Hiermit bewerbe ich mich.“ oder: „Sie suchen einen engagierten XY?“ Besser ist, zu erklären, was am Produkt, den Kunden, der Aufgabe reizvoll ist. Alternativ: Von der größten fachlichen Leistung erzählen – zum Beispiel der Abschlussarbeit, wenn deren Thema für das Unternehmen interessant ist. Oder Fähigkeiten beschreiben, die für die Stelle nützlich sind. Dabei sollte man zum Beispiel beweisen wie „eigenverantwortlich und kommunikationsstark“ man ist, etwa anhand von Erfolgen während eines Praktikums. Es gilt, Konjunktive, schwache Verben und Floskeln zu vermeiden und sich auf eine A4-Seite zu beschränken.

          D wie Design:

          „Form folgt Funktion“, daran sollte man sich durchgängig halten. Das bedeutet: klar strukturiertes Design, das die wichtigen Punkte hervorhebt. Nur eine Schriftart nutzen und sparsam mit Schriftschnitten und Größen umgehen. Times New Roman und Arial sind okay, moderner wirken Calibri, Cambria oder Helvetica. Ein gutes Design zieht sich wie ein roter Faden durch die Bewerbung und sorgt für einen schlüssigen Gesamteindruck. In Sachen Kreativität sollte man sich am Design-Grad der Stellenausschreibung orientieren.

          F wie Fremdsprachenkenntnisse:

          Man sollte angeben, welche Sprachen man wie gut spricht. Dabei kann man am besten auf ein anerkanntes Zertifikat verweisen, etwa das Cambridge Certificate (Englisch) oder das DALF-Zertifikat (Französisch). Sprachkenntnisse werden üblicherweise angegeben mit „Muttersprache“, „verhandlungssicher“, „fließend“ und „Grundkenntnisse“.

          G wie Gehaltsvorstellungen:

          Wenn gefordert, sollte man in der Bewerbung darauf eingehen. Als Berufseinsteiger ist man vielleicht unsicher, auch Vergleichstabellen helfen aufgrund ihrer Bandbreite nicht immer weiter. Wenn möglich, ist es sinnvoll, einen Berufseinsteiger der Branche zu befragen. Den Betrag in einer Spanne angeben: „Meine Gehaltsvorstellung liegt zwischen 30.000 und 36.000 Euro brutto jährlich.“

          I wie Initiativbewerbung:

          Sie ist aufwendiger, weil sie sich nicht auf eine Ausschreibung bezieht, gleichzeitig freut Eigeninitiative viele Unternehmen. Es lohnt sich, vorher in der Personalabteilung nachzufragen, ob eine Bewerbung in dem ausgewählten Bereich gewünscht ist und an wen man sich in der Bewerbung wenden kann. Man sollte unbedingt angeben, in welchem Bereich man arbeiten möchte.

          L wie Lebenslauf:

          Er sollte in Stichpunkten verfasst und gegliedert werden in „Persönliches“, „Ausbildung/Studium“, „Berufserfahrung“ und „Zusatzqualifikationen“ wie Sprachen, Führerschein (bei Jobs mit Kundenkontakt) und Kenntnisse über berufsspezielle Softwareprogramme. Die Schwerpunkte der Ausbildung und der Aufgaben bei Praktika sollte man aufnehmen. Die Schulzeit gibt man in Jahreszahlen an, die weiterführende Ausbildung mit Monat und Jahr. Geschwisterzahl, Berufe der Eltern und Grundschule sind nicht relevant, ebenso wenig Hobbys. Es sei denn, das Hobby hat einen Bezug zum Job, etwa wenn man sich als Salesmanager bei einem Outdoorhändler bewirbt und gern klettern geht. Wer sich gesellschaftlich engagiert, kann das unter „Engagement“ erwähnen.

          N wie Nachhaken:

          Die meisten Unternehmen bestätigen den Eingang der Bewerbung per E-Mail, darin erfährt man außerdem, wie lange die Bearbeitung in etwa dauert. Wenn Unternehmen bitten, auf Nachfragen zu verzichten, sollte man sich daran halten. Im Schnitt melden sich die Verantwortlichen, abhängig von der Unternehmensgröße, nach zwei bis vier Wochen. Wer bis dahin nichts gehört hat, kann per Telefon nachfragen.

          O wie Online:

          Wer Online-Bewerbungen schickt, sollte diese in zwei Dateien im PDF-Format packen: Die erste enthält Anschreiben und Lebenslauf, die zweite Zeugnisse und eventuelle Arbeitsproben. Unternehmen geben meist an, ob die Bewerbung per Post, E-Mail oder über ein firmeneigenes Portal gewünscht ist – dem sollte man nachkommen.

          X wie Xing:

          Xing ist in Deutschland das dominierende Karrierenetzwerk. Wenn der Bewerbungsradius international ist, bietet sich Linkedin an. Wichtig ist, das Profil vollständig auszufüllen und aktuell zu halten. Unter „Ich suche“ und „Ich biete“ SEO-taugliche Schlagwörter schreiben. Hier profitiert, wer sich nicht nur mit Bekannten, sondern vor allem mit neuen Kontakten aus der Branche verbindet – so baut man sich ein relevantes Netzwerk auf.

          Z wie Zweitleser:

          Empfehlenswert ist es, das Anschreiben der Bewerbung vor dem Abschicken von einer zweiten Person gegenlesen zu lassen, die es sowohl auf Grammatik und Rechtschreibung als auch auf Schlüssigkeit prüft.

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