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Studieren in der Pandemie : „Als würde die Zeit stillstehen“

  • -Aktualisiert am

Allein zuhause statt zusammen in der Uni: So erleben Studenten und Studentinnen inzwischen schon ihr drittes Semester. Bild: Patrick Slesiona

Die Corona-Pandemie dauert jetzt schon so lange wie ein Drittel des Bachelorstudiums. Umziehen, Freunde finden, im Ausland studieren, sich ausprobieren – all das geht zurzeit kaum. Vier Betroffene berichten.

          5 Min.

          Gesa Tesfaye, 21 Jahre, Geographie, zweites Semester

          „Ich hatte mir meinen Studienstart anders vorgestellt“, sagt Gesa Tesfaye am Telefon. Im vergangenen Herbst ist die Geographiestudentin aus Berlin in die Unistadt Halle an der Saale gezogen. Noch ein Jahr zuvor hatte die fremde Stadt neue Herausforderungen, neue Menschen, ein neues Selbst versprochen. In der Corona-Pandemie kann sich Tesfaye nicht mal mehr daran erinnern, wann sie das letzte Mal richtig gelacht hat.

          Gesa Tesfaye
          Gesa Tesfaye : Bild: Privat

          „Die letzten Monate habe ich kaum Menschen gesehen“, sagt sie über ihr erstes Semester an der Uni. „Ich bin sehr viel bei mir, die ganze Zeit am Lesen und Lernen.“ Ihre Freunde in Halle hat sie in den letzten Wochen vor dem Lockdown kennengelernt: „Wir sind aber alle Erstis und gerade erst hergezogen. Außer uns gegenseitig kennen wir hier keinen.“ Tesfayes Tage sind eintönig geworden, sie stumpfen ab: „Krasse Emotionen habe ich kaum mehr.“

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