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Verschwörungstheorien im Büro : Was tun mit Kollege Aluhut?

Ein Mann trägt auf einer Demo von Querdenken 711 in Stuttgart einen Aluhut Bild: dpa

Die Zahl der Corona-Leugner vergrößert sich rasant – auch im Büro. Wie können Kollegen und Vorgesetzte reagieren, wenn Theorien zu Bill Gates’ Verstrickungen und 5-G-Chips auf der Arbeit Einzug halten?

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          Erst sind es nur kleine Bemerkungen im Büro, irgendwann weigert sich der Kollege, Maske zu tragen. „Dann schickt er Youtube-Videos, die reine Phantasieprodukte sind“, sagt Sabine Riede. So in etwa könnte es ablaufen, wenn der Büronachbar zum Corona-Leugner wird. In Riedes Leben spielen Menschen, die an Verschwörungstheorien glauben, eine große Rolle. Sie ist Leiterin der Sekten-Info Nordrhein-Westfalen, eines vom Bundesland geförderten Vereins, der auch Betroffene von Verschwörungstheorien berät.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Riede begegnet täglich einer gesellschaftlichen Entwicklung, die an diesem Wochenende nicht nur die Stufen des Reichstages, sondern längst auch die Arbeitswelt erreicht hat: In der Corona-Krise haben viele Menschen angefangen, an Verschwörungstheorien zu glauben – an angebliche finstere Pläne von Bill Gates etwa, der der Menschheit Computerchips implantieren wolle, oder an einen Zusammenhang zwischen 5G-Netzen und dem Coronavirus. Dass das auch für Unternehmen zur Herausforderung wird, hat das Beispiel des Bonner Basketball-Profis Joshiko Saibou ganz deutlich gezeigt: Die Telekom Baskets Bonn kündigten seinen Vertrag, nachdem er an einer Demo von Corona-Leugnern teilgenommen hatte. Saibou wehrt sich, die Parteien sehen sich vor Gericht wieder. Und sollte eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz eingeführt werden oder die Demonstrationen an Zulauf gewinnen, dürften Konflikte mit Maskenverweigerern in der Belegschaft unumgänglich werden.

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