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Universitätsmedizin : Verdacht auf Steuerbetrug in Mannheim-Heidelberg

  • Aktualisiert am

Die Mannheimer Klinik steht im Fokus der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft Bild: dpa

Das städtische Klinikum Mannheim und die mit ihr verbundene Heidelberger Universitätsmedizin sind von der Steuerfahndung durchsucht worden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, stünde die Existenz der Mannheimer Klinik auf dem Spiel.

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          Das städtische Klinikum Mannheim und die am gleichen Ort beheimatete Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg wurden von rund 35 Staatsanwälten und Steuerfahndern durchsucht. Nach Informationen der F.A.Z. sind dabei etliche Unterlagen und Dateien beschlagnahmt worden. Zeitlich waren weitere Ermittler auch in Privathäusern von Funktionsträgern und in einem Gebäude der Universität in Heidelberg aktiv. Es geht um den Verdacht der Steuerhinterziehung und der Beihilfe dazu. Bei der Leistungsverrechnung zwischen städtischem Klinikum und der Mannheimer Landesfakultät wurde jahrelang keine Umsatzsteuer abgeführt, dabei hatte man sich wohl auf das Gutachten eines Rechtsanwalts verlassen statt eine rechtsverbindliche Auskunft des Finanzamtes einzuholen.

          Der Steuerschaden könnte eine zweistellige Millionensumme betragen. Müsste das städtische Klinikum diese Summe nachzahlen, könnte seine Existenz auf dem Spiel stehen. Erst jüngst musste die Stadt Mannheim finanziell aushelfen, damit die Einrichtung nach einem Hygieneskandal wieder auf die Beine kommt. Die Umsatzsteuerproblematik stellt sich auch bei Kliniken in Hessen, insofern kommt den Mannheimer Entwicklungen bundesweit Bedeutung zu.

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