https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/universitaet-von-chicago-redefreiheit-daniel-diermeier-16083955.html

Daniel Diermeier im Gespräch : Wir glauben nicht an intellektuelle Sicherheitszonen

Gegen die Einladung von Stephen Bannon nach Chicago gab es Protest. Die Universitätsleitung stellt sich hinter den einladenden Professor. Bild: Getty

Die Universität von Chicago gilt als Bastion der Meinungsfreiheit in den Kulturkämpfen an amerikanischen Hochschulen. Ein Gespräch mit ihrem Provost Daniel Diermeier über den Umgang mit Sprechverboten.

          7 Min.

          Verfolgen Sie die Debatte um Redefreiheit und Auftrittsverbote an deutschen Hochschulen?

          Thomas Thiel
          Redakteur im Feuilleton.

          Daniel Diermeier: Ich verfolge die Entwicklung in Europa mit einigem Interesse, da die Phänomene, die wir an amerikanischen Universitäten sehen, mittlerweile auch hier Fuß fassen.

          Welche Phänomene meinen Sie?

          Seit fünf, sechs Jahren beobachten wir in den Vereinigten Staaten, dass Wissenschaftsfreiheit und Meinungsfreiheit an den Universitäten angezweifelt werden. Das fing mit Protesten gegen Redner an, die von Universitäten erst ein- und dann wieder ausgeladen worden waren. Ein frühes Zeichen war der Protest gegen den Auftritt von Condoleezza Rice an der Rutgers-Universität. Diese Proteste haben Besorgnis erregt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Stille Kündigung : Flachliegende aller Welt, vereinigt euch!

          Wozu die ganze Mühe, wenn die Zukunft so ungewiss ist? Seit der Pandemie wird in Ländern wie China, Amerika und zunehmend auch Deutschland ein Zweifel an der bisherigen Arbeitskultur laut.
          Wie lange drehen sich die Baukräne – wie hier in Hamburg – noch? Die Rahmenbedingungen sind extrem schwierig, die Regierung ist ratlos.

          Baupolitik der Regierung : Dieses Haus braucht niemand

          Erst hatte sie keine Kompetenzen – dann kam auch noch Pech dazu: Bauministerin Klara Geywitz will für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen. Ihre Bemühungen wirken zunehmend verzweifelt.