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Fremdsprachenunterricht : Ungeliebtes Französisch

Pioniere beim Austausch: Deutsch-französische Begegnung von Hamburger Schülern am Gare du Nord in Paris in den fünfziger Jahren Bild: INTERFOTO

In Deutschland und Frankreich sinkt das Interesse an der Sprache des Nachbarn, weil Spanisch vielen Schülern und Eltern attraktiver erscheint. Der neue Freundschaftsvertrag soll das ändern.

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          Als Bundeskanzlerin Angela Merkel sich nach der Unterzeichnung des neuen Freundschaftsvertrags mit Frankreich in Aachen am 22. Januar mit Präsident Emmanuel Macron unterhielt, tat sie dies nicht etwa auf Deutsch und auch nicht auf Französisch, sondern auf Englisch. Dabei würde Merkel gern Französisch sprechen können.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Thomas Jansen

          Redakteur in der Politik.

          Sie bereut es, dass sie in jungen Jahren in der DDR Russisch lernte und jetzt einen Übersetzer braucht oder Englisch sprechen muss, um sich mit Macron zu verständigen. Der junge französische Präsident hat Deutsch in der Schule gelernt, aber findet ebenfalls, dass mehr für den Erwerb der Sprache des Nachbarn getan werden muss. Nicht zuletzt deshalb heißt es in Artikel 10 des neuen Freundschaftsvertrags, gemeinsames Ziel ist es, „Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen“, zu entwickeln.

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