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Ungarn : Wissenschaft im Kulturkampf

Der Kampf geht weiter: studentischer Protest in Budapest Bild: dpa

Nach dem EuGH-Urteil darf die Central European University nach Budapest zurückkehren. Doch die Fronten im Hochschulstreit sind verhärtet.

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          Vergangenen Dienstag erlitt die ungarische Regierung eine Niederlage. Denn da entschied der Europäische Gerichtshof, dass ein ungarisches Gesetz, das die vom Unternehmer George Soros gegründete Central European University dazu bewegt hatte, Ungarn zu verlassen, mit europäischem Recht nicht vereinbar sei. Michael Ignatieff, Rektor der CEU, nennt das Urteil im Gespräch mit dieser Zeitung „unglaublich wichtig“. „Im Englischen sagt man zwar, justice delayed is justice denied, also verspätete Gerechtigkeit ist verwehrte Gerechtigkeit.“ Aber das sehe er nicht so. „Gerechtigkeit ist immer gut – egal, wann sie eintritt.“

          Die ungarische Justizministerin Judit Varga sagte nach Verkündung des Urteils hingegen, es sei nicht akzeptabel, dass mit zweierlei Maß gemessen und die „Soros-Universität“ einen Vorteil gegenüber anderen Hochschulen habe. Trotzdem werde die ungarische Regierung „wie immer“ der Entscheidung des Gerichts nachkommen. Wird die CEU also nach Ungarn zurückkehren?

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