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Bewerbung Traineestellen : Planen und vorbereiten

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Im Gespräch authentisch bleiben.

„Wir wollen einen echten Menschen gewinnen, von dem wir wissen, wie er auch im Alltag agiert“, sagen von Puttkamer und Pfeuffer einstimmig. Beide halten gar nichts davon, wenn sich Kandidaten im Bewerbungsprozess verstellen. Es sei daher falsch, sich zu überlegen, was denn andere erwarten, wie man sich verhalten sollte. „Ich möchte den Menschen mit seinen Stärken und Schwächen kennenlernen. Und wenn es ein humorvoller Mensch ist, will ich das auch im Gespräch erleben“, beschreibt von Puttkamer.

Das Unternehmensprofil gut kennen.

Potentielle Arbeitgeber wollen genau wissen, warum man sich für sie, für die Branche und für das ausgeschriebene Traineeprogramm interessiert. Freienstein empfiehlt, zur Vorbereitung unbedingt auch einen Blick in den letzten Geschäftsbericht zu werfen. „Darin lässt sich in der Regel viel erfahren zur Vision des Unternehmens, zu unternehmerischen Zielen und den aktuellen Herausforderungen in der Branche.“ Wer darüber sprechen könne, mache in jedem Fall einen guten Eindruck. „Das zeigt echtes Interesse und dass man sich mit viel Mühe vorbereitet hat.“ Wichtig ist laut Müller außerdem zu verdeutlichen, dass man sich vorstellen kann, langfristig beim Unternehmen zu bleiben.

Die Interviewsituation vorher üben und eine Frageliste anfertigen.

Manchem Bewerber fällt es schwer, selbstbewusst über die eigenen Stärken und Schwächen zu sprechen oder kurz und knapp seine bisherigen Erfahrungen darzustellen. Darum raten Personaler und Bewerbungsexperten, eine solche Interviewsituation vorher zum Beispiel mit Studienkollegen zu üben. „Einen guten Eindruck kann es auch machen, wenn man sich schon vorher Fragen auf einem Zettel notiert und diesen mit ins Gespräch nimmt“, sagt Müller. Denn zum Ende komme häufig die Frage, ob man selbst noch Fragen habe. „Manchmal ist dann die Konzentration schon aufgebraucht.“ Darum der Zettel mit den notierten Fragen: „Den kann man dann einfach aus der Tasche ziehen und sagen: ‚Ich hatte mir im Vorfeld schon einmal ein paar Sachen notiert.‘“

Klar kommunizieren, für was man steht.

Ein schlechter Eindruck von einem Bewerber entsteht, wenn dieser nicht klarmachen kann, warum er sich eigentlich auf das Programm beworben hat. „Wenn deutlich wird, dass sich jemand einfach wahllos bei vielen Unternehmen bewirbt ohne klaren Fokus, fällt das in der Regel negativ auf“, sagt Freienstein. Für von Puttkamer sind Negativpunkte, wenn ein Kandidat ein besonders überhebliches Auftreten zeigt nach dem Motto: „Ich muss nichts mehr dazulernen, ich weiß bereits alles.“ Oder wenn jemand in Rollenspielen sehr autoritär agiert und keine unterschiedlichen Meinungen zulässt. „Uns ist Gedankenvielfalt sehr wichtig, denn nur zusammen kann man das beste Ergebnis erzielen“, erläutert sie.

Nach zweiter Chance fragen, wenn es beim ersten Anlauf nicht geklappt hat.

Wer trotz Absage sein Interesse am Unternehmen nicht verloren hat, kann versuchen, sich später noch einmal zu bewerben. Es ist durchaus möglich, in einem Jahr fehlende Kompetenzen etwa durch Kurse aufzubauen sagen auch Unternehmen. „Dazu empfehle ich immer, das persönliche Gespräch mit einem Ansprechpartner zu suchen. So kann man  erfahren, ob eine erneute Bewerbung eine Chance auf Erfolg bietet und was man beim nächsten Mal noch besser machen sollte“, sagt Freienstein. Allerdings schreiben Unternehmen nicht jedes Jahr immer die gleichen Programme aus, da Traineestellen in der Regel nur nach Bedarf angeboten werden.

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