https://www.faz.net/-gyl-9llft

Arbeiten auf dem Land : Alles andere als langweilig

  • -Aktualisiert am

Nähe zur Führungsebene

Erfahrungen sammeln, eigenverantwortlich Projekte bearbeiten und wertvolle Kontakte knüpfen: Unternehmen, die all das in ihr Traineeprogramm einbauen, treffen den Nerv der Zeit. Denn mal in die Marketingabteilung reinschnuppern und danach wochenlang Tabellen in der Buchhaltung bearbeiten – das reicht vielen Trainees nicht mehr. „Spätestens seit die Generation Y auf den Arbeitsmarkt strömt, geht es vielmehr darum, was das Unternehmen der Nachwuchskraft bieten kann, und nicht andersherum“, erklärt Personalberater Hoffmeister. Trainees wollen selbstbestimmt arbeiten und in dem, was sie tun, einen Sinn sehen, stellt er fest.

Unternehmen können diese Entwicklungen nutzen, um Traineestellen zu besetzen. Gerade kleinere Firmen können dabei ganz besonders punkten: Trainees kommen dort einfacher als in großen Firmen mit der Führungsebene in Kontakt. Da sie weniger Mitarbeiter als große Konzerne haben, wissen sie stets, woran ihre Trainees arbeiten, und können sie individuell betreuen. Außerdem haben kleinere Unternehmen meist flachere Hierarchien als große Firmen: So gelangen Trainees schnell an verantwortungsvolle Aufgaben und können sich beweisen – ob beim Gespräch mit Geschäftspartnern oder bei der Arbeit an einem Firmenstandort im Ausland.

Steile Lernkurve

Das schätzen auch die Trainees beim Dienstleister Arvato. Das Unternehmen stellt nach eigenen Angaben jedes Jahr 60 bis 70 neue Trainees ein, pro Stelle soll es mehr als 20 Bewerbungen geben – und das, obwohl die Trainees den Großteil des Programms am Firmensitz in Gütersloh absolvieren, rund 160 Kilometer entfernt von Düsseldorf. Was Arvato den Trainees bietet, entschädigt sie für einen Wohnort fernab einer Metropole, ist Marco Jochum, Leiter des Talentmanagements bei Arvato, überzeugt: „Wir bedienen mit unserem Traineeprogramm eine Marktlücke“, sagt er. „Durch die enge Zusammenarbeit mit einer erfahrenen Führungskraft haben die Trainees eine steile Lernkurve und lernen, große Verantwortung zu tragen.“

Neben dem eigentlichen Traineeprogramm, in dem die Trainees den Manageralltag einer Führungskraft kennenlernen, hat Arvato noch zusätzliche Fördermöglichkeiten geschaffen. Seit zwei Jahren bietet das Unternehmen das Zusatzprogramm Perspectives an. Es soll die Trainees in ihrer individuellen Entwicklung unterstützen. Die Trainees können zum Beispiel Karriere-Coachings oder Seminare zur Lesekompetenz besuchen sowie an Netzwerkveranstaltungen teilnehmen. Wer all das mitmacht, hat sein Wissen aus dem Studium nicht nur um zahlreiche Erfahrungen aus der Praxis ergänzt, sondern weiß auch, wie der Arbeitsalltag eines Managers aussieht – und ist selbst auf dem besten Wege, eine erfolgreiche Führungskraft zu werden.

Weitere Themen

Topmeldungen

Zur Verteidigung gegen China bereit: Taiwans Präsidentin  Tsai Ing-wen bei einer Militärübung.

Chinas Konflikt mit Amerika : Nach Hongkong jetzt Taiwan?

Auch die militärischen Spannungen zwischen China und Amerika nehmen gefährlich zu. Ein gewaltsamer Konflikt der beiden Supermächte im südchinesischen Meer scheint nicht mehr ausgeschlossen.

Neuer und Flick mahnen : Die gefährliche Lage beim FC Bayern

Vor den entscheidenden Spielen in der Champions League herrscht beim FC Bayern große Zuversicht. Doch es gibt auch kritische Töne. Torhüter Manuel Neuer äußert sich derweil zu seinem umstrittenen Urlaubsvideo.
Demo am 1. August in Berlin

„Querdenken 711“ : Und wieder die Politiker!

Eine Initiative peitscht Bürger in der Corona-Pandemie auf, um sie zu ihren Demos zu locken. Doch angebliche Belege sind gefälscht, Fotos aus dem Zusammenhang gerissen.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.