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Studienfinanzierung : Geld fürs Ausland

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Studierenden mit einem Grad der Behinderung von mindestens 30 beziehungsweise 50 stehen zusätzlich zum Erasmus-Stipendium weitere Förderungen zur Verfügung. Ein pauschaler Zuschuss ist ab Grad 30 möglich, ein sogenannter Langantrag ab 50. Die Höhe des pauschalen Zuschusses hängt individuell vom Zielland ab und berechnet sich aus der Differenz zwischen der maximalen und der regulären monatlichen Förderrate. Währenddessen können mit einem Langantrag bis zu 10.000 Euro beantragt werden. Hier hängt der Förderbetrag letztendlich von den realen entstehenden Mehrkosten ab, so der DAAD. Auch Erasmus-Studenten mit Kindern können einen speziellen Zuschuss beantragen.

#5

 Ist das Auslands-Bafög eine Alternative?

Wer bereits im Inland Bafög erhält, hat automatisch auch Anspruch auf die Unterstützung im Ausland. Aber auch wenn der Antrag in Deutschland abgelehnt wurde, etwa weil die Eltern zu viel verdienen, besteht die Chance auf Auslands-Bafög. Dieses kann man übrigens zusätzlich zum Erasmus-Stipendium beantragen. Ein Unterschied: Die Bafög-Unterstützung kann für mehr als zwölf Monate in Anspruch genommen werden. Allerdings müssen am Ende 50 Prozent der Gesamtsumme als zinsfreies Darlehen zurückgezahlt werden. „Wir empfehlen, für einen Antrag auf Auslands-Bafög mindestens sechs Monate vor dem Auslandsaufenthalt einzuplanen“, sagt Maier.

Für den Höchstsatz werden unter anderem neben dem Grundbedarf und der Wohnpauschale auch ein Zuschlag für Krankenversicherung und bei Bedarf Kinderbetreuung gewährt. Der Zuschlag zu den Studiengebühren beträgt für ein Studienjahr beispielsweise maximal 4.600 Euro. Für die Hin- und Rückreise steht eine Pauschale von 250 Euro innerhalb Europas und von 500 Euro für weitere Länder zur Verfügung.

#6 An wen richtet sich das Promos-Programm des DAAD?

Sollte es weder mit einem Erasmus-Stipendium noch mit Auslands-Bafög geklappt haben, kommt gegebenenfalls das Promos-Programm in Frage, dieses lässt sich nämlich nicht mit anderen Förderprogrammen kombinieren. Es gilt allerdings nur für Auslandsaufenthalte zwischen einem und sechs Monaten. Bei der Auswahl der Gast-Uni müssen Studierende zudem darauf achten, dass diese im gewählten Fachbereich keine Erasmus-Plus-Programme anbietet. Gefördert werden neben einem Auslandsstudium: Auslandsaufenthalte in Zusammenhang mit der Abschlussarbeit, Praktika, weltweite Sprachkurse, die Teilnahme an Fachkursen im Ausland und weltweite Wettbewerbs- sowie Konzertreisen.

Der Bewerbungs- und Auswahlprozess wird direkt über die eigene Hochschule geregelt. Die Dauer der Förderung hängt von den Bestimmungen der eigenen Uni ab – die Universität Stuttgart und die Uni Bayreuth beispielsweise vergeben die finanzielle Unterstützung für bis zu drei Monate bei einem Auslandsstudium. Der Förderbetrag hängt wiederum vom Zielland ab und beträgt zwischen 300 und 500 Euro. Je nach Uni besteht zudem die Möglichkeit eines Reisekostenzuschusses. „Dieser kann bis zu 4.000 Euro betragen“, so Maier.

#7 Welche Stipendien und Förderprogramme gibt es darüber hinaus?

Je nach Zielland und Art des Aufenthalts gibt es verschiedene weitere Stipendien und Förderprogramme, die beispielsweise vom DAAD, Stiftungen oder direkt von den Auslandshochschulen vergeben werden. Der Stipendien-Finder des DAAD listet etwa 60 verschiedene Programme auf. Per Suchmaske lässt sich filtern, welche Angebote nur für Studierende, Doktoranden oder Promovierte in Frage kommen. Weitere Filter sind das Zielland und die Fachrichtung. Steht das Zielland bereits fest, kann man nach länderspezifischen Förderungen suchen: Im Rahmen des Fullbright-Stipendiums gibt es finanzielle Unterstützung für ein vier- bis neunmonatiges Studium an einer akkreditierten amerikanischen Hochschule. Wer sich zum Beispiel für ein Studium in Kanada oder Australien interessiert, kann sich beim Institut Ranke-Heinemann um eine Förderung bewerben.

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