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Studentenwohnungen : Die Konkurrenz nimmt zu

Studenten tun sich immer häufiger in WGs zusammen. Bild: dpa

Studentenwohnungen werden immer knapper. Dabei setzen Investoren schon verstärkt auf kleinere Flächen. Doch auch Rentner und erfolgreiche Berufstätige interessieren sich für 30 Quadratmeter.

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          Studentenwohnungen werden in Deutschland immer teurer. Nach einer Analyse des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des Finanzinstituts MLP sind die Mieten der Studentenwohnungen in fast allen der 30 untersuchten Universitätsstädte gestiegen. Zum Teil sogar drastisch, wie Zuwachsraten von rund 8 Prozent in Frankfurt und Darmstadt steigen. Das liegt nicht nur daran, dass die Zahl der Studenten und somit die Nachfrage nach Studentenbuden stetig zunimmt – allein seit 2008 um 800.000. Es hängt auch damit zusammen, dass nicht nur Studenten Interesse an kleinen Mietwohnungen mit einer Fläche von höchstens 40 Quadratmetern haben.

          Auf diesem Markt tummeln sich immer mehr Nichtstudenten, zum Beispiel Rentner, aber zunehmend auch erfolgreiche Berufstätige, die zumindest vorübergehend eine kleine Wohnung suchen. Diese Gruppe ist eher als die meisten Studenten in der Lage, hohe Mieten zu entrichten. Das erklärt auch, warum Investoren zum Beispiel in Frankfurt oder München besonders stark auf kleine Wohnungen setzen – dort lassen sich hohe Quadratmetermieten am ehesten durchsetzen. Für Studenten etwa in München, wo eine 30 Quadratmeter große Studentenbude im Durchschnitt mehr als 700 Euro Warmmiete kostet, ist das kein Trost. Aber immerhin haben sie mehr Wahlmöglichkeiten als die meisten Berufstätigen: Sie können die Universität wechseln. In Leipzig beispielsweise liegt die durchschnittliche Warmmiete für eine Studentenbude unter 300 Euro.

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

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