https://www.faz.net/-gyl-9filq

Start-ups im Porträt : Grün, so grün

  • -Aktualisiert am

R3solute: Hilfe zur Selbsthilfe

Zwei Dinge gaben Helen Winter den Anstoß, selbst zu gründen: Während sie 2015 ihren Master in Dispute Resolution in den USA machte, begann in Deutschland die Flüchtlingskrise. Irgendwie wollte sie nicht tatenlos zuschauen. Außerdem verspürte sie mehr und mehr Verantwortung für ihr Land, sagt sie. Und so entschied sie sich, gemeinsam mit ihrem Bruder Sebastian, einem Mediziner und Neurowissenschaftler, R3solute zu gründen. Das Konfliktmanagement- und Präventionsprojekt will durch Wissens- und Kompetenzvermittlung junge Flüchtlinge nachhaltig zu Mediatoren ausbilden. Mit diesen Fähigkeiten ausgestattet, sollen sie dann die interkulturellen Begegnungen etwa in Gemeinschaftsunterkünften verbessern. „Self-Empowerment für ihre eigene ökonomische Integration“ nennen das die Gründer.

Derzeit sind die Geschwister Winter auf der Suche nach der richtigen Rechtsform für ihr Unternehmen und dabei, die Finanzierung zu sichern. Obwohl das neunköpfige Team von R3solute noch am Anfang steht, werden weitere Mitarbeiter gesucht. Gerade Berufseinsteiger aus den Bereichen Psychologie, Medizin, Sozialwissenschaft oder BWLer und Statistiker sind hier gern gesehen. Kommunikationsfähigkeiten, Englisch und Deutsch fließend – wenn möglich auch Arabisch – sowie hohe interkulturelle Kompetenzen werden benötigt. Im Gegenzug gibt es flache Hierarchien und viel Raum zur freien Entfaltung. Konkrete Stellenausschreibungen finden Interessierte auf dem klassischen Weg über die Website, aber auch über Facebook oder über Ausschreibungen an Hochschulen und Universitäten: „Wir freuen uns aber immer auch über Initiativbewerbungen“, sagt Helen Winter.

R3solute: Das Konfliktmanagement- und Präventionsprojekt will durch Wissens- und Kompetenzvermittlung junge Flüchtlinge nachhaltig zu Mediatoren ausbilden.

Green Pocket: Effizienter Energieverbrauch

Ob früher in der Produktion oder eben heute bei der Energie: Effizienz ist das Gebot der Stunde. Das dachten sich möglicherweise auch die Gründer von Green Pocket, als sie ihre Vision entwickelten. Seit 2009 hat sich das Unternehmen kontinuierlich vergrößert. Mit seiner Energiemanagement-Software begleitet es Energieversorger und Unternehmenskunden weltweit, bietet aber auch Softwarelösungen für Endverbraucher. So bekommt, wer will, einen tieferen Einblick in seinen Energieverbrauch und kann Optimierungspotentiale ausfindig machen.

An Nachhaltigkeit interessierte Berufseinsteiger können sich freuen, denn der Erfolg des Unternehmens lässt die Zahl der Stellenangebote wachsen: „Praktika, Werkstudententätigkeiten und Studienabschlussprojekte – Green Pocket bietet schon vor dem eigentlichen Berufseinstieg die Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln und eigene Ideen einzubringen. Die Chancen auf eine Übernahme nach dem Studium sind hoch“, sagt der Geschäftsführer von Green Pocket Dr. Thomas Goette. Überhaupt tue man viel, um Mitarbeiter zu finden: „Klassische Rekrutierungswege reichen heutzutage nicht mehr aus – insbesondere in jungen Softwareunternehmen. Wir fokussieren uns verstärkt auf E-Recruiting und sind auf diversen Online-Plattformen wie Xing und Linkedin vertreten“, sagt Goette. Die Recruitingstrategie ist deutlich proaktiver als noch vor einigen Jahren, denn Data-Science-Entwickler, IT-Supporter, UX-Designer oder Sales- und Produktmanager zu finden wird immer schwieriger. Auch an den Hochschulen ist Green Pocket regelmäßig präsent. Wer es jetzt gleich ganz genau wissen will, kann online den „Selbsttest“ machen und weiß sofort Bescheid, ob er in das Kölner Unternehmen passt. Dass das Team auch in der Freizeit gemeinsam aktiv wird, ist so selbstverständlich wie Tischfußball und Dart in der Mittagspause.

Weitere Themen

Topmeldungen

Macrons Besuch im Libanon : Von Reue fehlt bislang jede Spur

In Beirut wird Emmanuel Macron wie ein Heilsbringer empfangen. Frankreichs Präsident verspricht Hilfe – und mahnt Reformen an. Doch nichts deutet darauf hin, dass in der Politik des Libanon eine neue Ära beginnt. Am Abend werden 16 Hafenmitarbeiter festgenommen.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.