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Sprachreisen für Studis : „Viele denken, Englisch lernt man am besten in England“

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Klassiker versus unbekannte Reiseziele: Julia Richter vom Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) Bild: FDSV

Wer seine Englischkenntnisse schnell verbessern will, für den bietet sich eine Sprachreise an: Julia Richter vom Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) spricht über Reiseziele diesseits und jenseits des Mainstreams und über Angebote für Studenten.

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          Frau Richter, welchen Vorteil bietet eine Sprachreise gegenüber dem klassischen Sprachkurs?

          Es ist eine motivierende Art des Lernens außerhalb der Schule oder Uni und natürlich ein Abenteuer. Sprachreisen finden im Umfeld von Urlaub statt, man verlässt seine Komfortzone und lässt sich auf eine neue Lernsituation ein, in einer anderen Kultur und mit Bekanntschaften aus aller Welt. Das gilt umso mehr, wenn man in einer Gastfamilie wohnt. Außerdem lässt sich das Lernen kombinieren, etwa mit Sport oder anderen Hobbys. Man kann in der Freizeit einen Bierbrauer-Kurs in Irland besuchen oder tauchen auf Malta, da gibt es keine Grenzen.

          Und welche englischsprachigen Ziele sind die derzeit beliebtesten?

          Viele denken, Englisch lernt man am besten in England. Dabei gibt es weltweit hervorragende Schulen, die von uns unabhängig auf Qualität und Sicherheit geprüft wurden. England bleibt jedoch der Klassiker: London, Oxford, Cambridge und die Südküste sind nach wie vor beliebte Destinationen. Sehr gut besucht ist auch Malta, weil sich Strandurlaub und Sprachreise dort verbinden lassen. Jenseits des Mainstreams liegen Irland und Schottland.

          Fürchten sich Reisende vor dem Akzent?

          Ja, obwohl das ein Vorurteil ist. Alle Lehrer sind nämlich ausgebildete Fremdsprachenlehrer und unterrichten weitestgehend ohne Akzent. Mit dem ist man dann eher nach dem Sprachkurs konfrontiert, im kulturellen Leben des jeweiligen Landes. Aber auch das ist gut so: Schließlich muss man sich im international ausgerichteten Arbeitsleben mit Kollegen aus aller Welt verständigen, da hilft es, wenn man nicht nur Oxford-Englisch versteht.

          Wie viel Zeit sollte man für eine Sprachreise einplanen?

          Teilnehmer bleiben im Durchschnitt zwei Wochen, aber das ist völlig individuell. Gerade Studenten haben oft Interesse an längeren Auslandsaufenthalten, etwa während der Semesterferien. Wer ein Auslandsstudium plant, kann sich während einer Sprachreise auch auf internationale Prüfungen vorbereiten, dafür sind vier bis zwölf Wochen nötig.

          Gibt es noch mehr Angebote für Studierende?

          Neben den Kursen sind für Studenten vor allem die Anschlussprogramme attraktiv. Das kann zum Beispiel eine Reise sein, aber viele Organisationen vermitteln im Anschluss an einen Sprachkurs auch Praktika oder die Teilnahme am Freiwilligendienst. So kann man noch im Land bleiben und das Lernen in der Praxis verlängern.

          Wie sind die Englischkurse während einer Sprachreise organisiert?

          Die Standardvariante sind 20 Lektionen à 45 Minuten pro Woche. Dieses Minimum lässt sich nach Belieben erhöhen oder ergänzen, zum Beispiel mit Unterricht in einer Minigruppe von maximal acht Teilnehmern oder auch mit Einzelunterricht. Der bietet die volle Freiheit und ist praktisch, wenn man gezielt Lücken schließen oder sich auf berufliche Herausforderungen vorbereiten muss.

          Stichwort Kosten: Mit welchem Betrag lässt sich kalkulieren?

          Ab etwa 400 Euro pro Woche können Sie einen Sprachkurs im englischsprachigen Ausland belegen, der unseren Standards entspricht, inklusive Kost und Logis bei einer Gastfamilie. Je nachdem, welche Extras gebucht werden, wird es dann etwas teurer: beispielsweise Einzelunterricht, Unterbringung in einer WG, im Hotel oder in einer eigenen Unterkunft. Dazu kommt die Anreise, die innerhalb Europas natürlich günstiger ist als eine Fernreise.

          Was sollten Interessenten bei der Planung beachten?

          Es ist wichtig, nicht irgendetwas zu buchen, sondern sich mit dem riesigen Angebot für die unterschiedlichen Interessen von Business über Kultur, Kochen und Sport bis hin zur Prüfungsvorbereitung auseinanderzusetzen. Mit dem Sprachreise-Finder haben wir dafür eine Suchmaschine eingerichtet. Planen Sie außerdem Ihr Budget so, dass es zu Ihren Zielen passt. Es kann effektiver sein, statt sechs Wochen in der Gruppe drei Wochen in einer Kleingruppe oder im Einzelunterricht zu lernen. Ganz wichtig: Nehmen Sie vor dem Buchen den kostenlosen Beratungsservice der Veranstalter in Anspruch. Dort kann man Ihnen genau empfehlen, welcher Kurs zu Ihnen passt.

          Das Interview führte Constanze Ehrhardt.

          Der unabhängige wissenschaftliche Beirat des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) überprüft die Angebote seiner Mitglieder regelmäßig auf die FDSV-Qualitätsrichtlinien und die Vorgaben der Europäischen Sprachreise-Norm.Mit einer Suchmaschine lässt sich die passende Sprachreise aus den mehr als 8.000 Angeboten finden. Mehr Infos auf www.fdsv.de.

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