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Spanien für den zweiten Blick : Studieren in Bilbao

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Nachtleben

Cafebar Bilbao | Plaza Nueva Nr. 6
Die Bar ist eine der ältesten der Stadt und ein Schmuckstück unter den Pintxios-Bars. Weiße Fliesen mit blauen Ornamenten zieren die Wände. Hier treffen sich Spanier und Basken während der Siesta oder nach der Arbeit, um einen kühlen Weißwein oder ein Bier zu trinken und kleine Happen Tintenfischringe, würziges Gemüse oder Tortilla zu essen.

Calle Somera
Die kleine Straße im Casco Viejo ist das Zentrum des studentischen Nachtlebens. In Bars holt man sich die für Spanien typischen kleinen Biere, Zurítos, um sich dann einen Platz auf der Straße zu suchen. Um runde Stehtische sammeln sich kleine Gruppen, trinken Bier oder Calimocho, das Lieblingsgetränk der Einheimischen, ein Mix aus Rotwein und Cola.

7 Katu | Solokoetxeko
Vor vier Jahren haben Jugendliche das frühere Jugendzentrum im Casco Viejo für sich erobert, indem sie das Haus besetzten. Heute ist 7 Katu Treffpunkt für Alternative, Querdenker und Studenten. Im Sommer sitzen sie auf den Treppenstufen vor dem Eingang und diskutieren. Donnerstags und am Wochenende finden Konzerte mit baskischen Bands statt.

Bítítza | Torre 1
Der baskische Name der kleinen Bar mit der Peace-Fahne im Eingang bedeutet Leben. Und davon gibt es in der Kneipe mit den rustikalen Holztischen und vergilbten Kalenderblättern an den Wänden besonders viel. Die 50er- und 60er-Jahre-Musik sorgt für beschwingte Stimmung. Ebenso die große Auswahl an Kräuterschnäpsen: von Anis über Melisse bis zu Thymian.

Nerbion | Calle La Naja 7
Dunkelrote Wände und tief hängende grüne Leuchten tauchen die kleine Bar in ein
sanftes, wohliges Licht. Pintxios, Bocadillos und Salate auf der Speisekarte stillen den kleinen Hunger. Wie in fast allen spanischen Bars spielt die Musik eine Nebenrolle. Schließlich hört man sie kaum wegen der lautstarken Unterhaltungen. Wer sich davon eine kleine Pause gönnen will, zockt eine Runde am alten Flipperautomaten.

Schlafplatz gesucht?

Für die Zimmersuche in Bilbao gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder wenden sich Austauschstudenten an das International Office der jeweiligen Universität und lassen sich ein Zimmer vermitteln. Oder sie suchen auf eigene Faust eines der vielen Zimmer in einer Wohngemeinschaft.

Über die Universitäten ist die Zimmersuche recht einfach. Das International Office der Universität Deusto hat dafür etwa das Programa de Alojamiento aufgelegt. Bei der staatlichen Universidad del Vasco nennt sich die Zimmervermittlung „Agur“. Die Unis vermitteln Zimmer in Wohngemeinschaften, theoretisch für 250 bis 500 Euro. In der Praxis kosten die WG-Zimmer aber meist 400 Euro aufwärts. Die Uni verteilt die Zimmer der Wohnungen ausschließlich an Austauschstudenten, die miteinander eher Englisch statt Spanisch sprechen. Wer gerne mit Muttersprachlern zusammenleben will, kann das zwar auch bei den von der Uni vermittelten Wohnungen. Allerdings werden die Mitbewohner aus Südamerika kommen und nicht aus dem Baskenland.

Wer sich allein auf die Suche macht, gelangt einfach und schnell an eine baskische WG. Voraussetzung dafür ist aber, dass man zumindest bei den ersten Anrufen ein paar Brocken Spanisch spricht oder einen Freund mit Spanischkenntnissen um Hilfe bittet. Üblicherweise telefoniert man erst einmal mit dem Vermieter und vereinbart mit ihm einen Besichtigungstermin. Die meisten Adressen für WG-Zimmer stehen an schwarzen Brettern der Uni oder auf der Facebook-Seite der Universität Deusto. Viele Zimmer finden sich auch im Internet unter alkila.net. Ein Zimmer in der begehrten Altstadt Casco Viejo kostet etwa 300 bis 400 Euro.

Sprachschulen in Bilbao

Instituto Hemingway
Calle Bailén nº 5 - 2º dcha.
48003 Bilbao
Tel. +34 944 167 901
www.institutohemingway.com

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