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„Startchancen“-Programm : Sozialarbeit gezielt fördern

  • -Aktualisiert am

Aufstieg durch Bildung? Gesamtschule in Duisburg-Marxloh. Bild: Stefan Finger

Das „Startchancen“-Programm ist Teil des Koalitionsvertrags. 4000 Schulen will der Bund damit unterstützen. Jetzt geht es darum, das Geld möglichst sinnvoll einzusetzen. Das wird nicht einfach. Ein Gastbeitrag.

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          Die Ampelregierung überraschte im Koalitionsvertrag mit der Ankündigung eines „Startchancen“-Programms. 4000 Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler sollen durch eine bessere Ausstattung, mit Schulsozialarbeitern und einem frei gestaltbaren „Chancenbudget“ unterstützt werden. Das Programm berührt damit unmittelbar die für die Ausstattung zuständigen Träger, das heißt zu einem überwiegenden Teil die Kommunen, die Hoheit der Länder, denen die Organisation der inneren Schulangelegenheit obliegt. Es weckt überdies Erwartungen bei einer Reihe von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, die Schulsoziarbeit organisieren. Für keinen dieser Bereiche ist jedoch der Bund originär zuständig. Selbst Art. 104 c Grundgesetz ermöglicht allenfalls eine finanzielle Beteiligung des Bundes an Bildungsinvestitionen.

          Der übliche Streit mit den Ländern und Kommunen ist also schon programmiert. Doch bislang sind weder ein Konzept noch der finanzielle Rahmen erkennbar. Die Länder planen die Mittel schon für eigene Programme und Ideen ein, wie der Blick in die beiden jüngsten Koalitionsverträge in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein zeigt. Der Bund sollte deshalb schnell seine ersten Ideen vorlegen und inhaltliche Leitplanken und Anforderungen formulieren, damit das Geld am Ende denen hilft, um die es geht – den Kindern und Jugendlichen.

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