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Vom Gehalt bis zur Kaffeeküche : So gelingt der Berufseinstieg

Der erste Job: Wer gut vorbereitet ist, nimmt auch diese Hürde Bild: picture alliance / Mint Images

Neulinge haben viele Fragen: Ist meine Gehaltsforderung unverschämt? Welche Versicherungen brauche ich? Und wie, um Himmels Willen, macht man eine Steuererklärung? Tipps von einer, die es gerade hinter sich hat.

          6 Min.

          Die erste feste Stelle ist ein enormer Schritt. Sie führt häufig in eine neue Stadt, bringt neue Freunde, geregelte Arbeitszeiten (was das Wochenende plötzlich sehr kurz erscheinen lässt) und ein festes Gehalt. Aber auch ganz neue Verantwortung: Denn wer nicht mehr Student oder Schüler ist, braucht eigene Versicherungen, muss sich überlegen, wie er sein Geld anlegt, und eine Steuererklärung abgeben. Außerdem sind da natürlich die neuen Kollegen, mit denen man gut auskommen will: Kann man die duzen, oder sollte man sie siezen? Und wie hinterlässt man einen möglichst guten Eindruck? All diese Fragen hat sich auch unsere Autorin vor zwei Jahren gestellt - und auf viele inzwischen eine Antwort gefunden. Ihre wichtigste Botschaft: Mit ein bisschen Planung ist das alles halb so wild.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Wie viel Gehalt kann ich verlangen?

          Noch vor dem ersten Arbeitsvertrag steht die erste Gehaltsverhandlung. Über Geld zu reden ist gar nicht so einfach, schließlich will man nicht zu gierig erscheinen - sich aber auch nicht unter Wert verkaufen. Doch wie hoch ist eigentlich der eigene Marktwert? Grundsätzlich hängt das von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Branche, der Größe des Unternehmens und davon, ob man studiert oder eine Ausbildung gemacht hat. Auch Praktika und andere Praxiserfahrungen, Software- und Fremdsprachenkenntnisse spielen eine Rolle. Als Berufseinsteiger hat man in der Regel nicht allzu viel Verhandlungsspielraum, sollte aber eine realistische Zahl nennen können, wenn nach den Gehaltsvorstellungen gefragt wird (dies sollte man dem potentiellen Arbeitgeber überlassen; das Thema selbst anzusprechen, ist in Deutschland eher unüblich). Eine Übersicht über die Höhe von Einstiegsgehältern bietet etwa der „F.A.Z.-Gehaltsatlas“. Man kann sich aber auch bei Kammern, Berufsverbänden oder den zuständigen Gewerkschaften erkundigen.

          Wie viel darf ich von meinem Gehalt ausgeben?

          Wer vor der ersten Gehaltsabrechnung wissen will, wie viel netto jeden Monat übrig bleiben wird - was zum Beispiel wichtig ist für die Frage, wie viel man eigentlich für Miete ausgeben kann -, kann das im Internet sehr leicht tun, etwa auf www.brutto-netto-rechner.info (über Suchmaschinen finden sich weitere Anbieter). Dort gibt man sein Bruttoeinkommen ein, die Lohn- und Kirchensteuer sowie die Beitragssätze zur Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung werden dann automatisch abgezogen. Vom Nettogehalt sollte man nicht mehr als ein Drittel für die Miete einplanen, was in einigen Städten mit hohen Mietpreisen wie München, Hamburg oder Frankfurt schwierig sein kann. Schließlich kommen noch eine Reihe weiterer Kosten hinzu, die man nicht unterschätzen sollte: Essen, Handyvertrag, Versicherungen (dazu später mehr), Kleidung, das Auto - falls vorhanden - sowie gegebenenfalls die Kosten für die Rückzahlung eines Studienkredits. Und im Urlaub war man dann auch noch nicht. Wer in den ersten Monaten Buch über die Ausgaben führt, bekommt schnell einen Überblick, wie viel er nach Abzug all dieser Kosten noch zur freien Verfügung hat.

          Welche Versicherungen brauche ich?

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