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Arbeitgeber-Ranking : Chemie- und Pharma-Talente wollen am liebsten bei Schott arbeiten

  • Aktualisiert am

Attraktiver Arbeitgeber: Covestro schaffte es auf Platz 2 Bild: Digital Shot

Führungskräfte der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie finden: Schott ist der beste Arbeitgeber. Das geht aus einem Ranking hervor, dessen Resultate der F.A.Z. vorliegen. Doch vor allem Platz zwei ist überraschend.

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          Schott ist unter Führungskräften der chemisch-pharmazeutischen Großindustrie in Deutschland erstmals der beliebteste Arbeitgeber. Den zweiten Platz belegt der aus dem Bayer-Konzern abgespaltene neue Kunststoffhersteller Covestro, Platz drei der Münchener Chemiekonzern Wacker. Das ergibt die in den Vorstandsetagen der Branche viel beachtete Umfrage des Verbandes angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA), der maßgeblichen Interessenvertretung des mittleren Managements in der Branche, deren Resultate der F.A.Z. vorliegen.

          Bild: VAA

          Der letztjährige Spitzenreiter Beiersdorf fiel auf Platz 6 zurück, nachdem das Unternehmen seinen Plan in die Tat umgesetzt hat, knapp die Hälfte seiner Leitenden Angestellten zu „entleiten“, also ihren Status zu beschneiden. Auch der Branchenführer in der Chemie, BASF, fiel auffällig zurück, nämlich um sechs Plätze auf Rang 9.

          Abstieg von Boehringer Ingelheim

          Unter den Pharmaunternehmen fällt der weitere, wenn auch dieses Jahr nicht mehr so steile Abstieg von Boehringer Ingelheim ins Auge. Der – nach Bayer – zweitgrößte deutsche Arzneikonzern hatte jahrelang Platz eins in der Umfrage belegt, im vorvergangenen Jahr immerhin noch Platz zwei – stürzte aber voriges Jahr ungewöhnlich ab, nämlich um acht Plätze auf Rang zehn. In diesem Jahr rutschte er noch einmal um zwei Plätze ab, auf nun Rang zwölf. Nach langer Erfolgsserie mit lukrativen neuen Präparaten musste das Unternehmen zuletzt mehrere Rückschläge in der Produktentwicklung hinnehmen und umstrukturieren.

          Arzneibranchenführer Bayer setzt hingegen seinen Aufstieg fort. Seit der Jahrtausendwende hatte der Leverkusener Konzern das mittlere Management lange mit ständigem Umbau verstimmt, nach Zukäufen und zunehmendem wirtschaftlichen Erfolg rückte er voriges Jahr erstmals ins Spitzenquintett auf und kletterte dieses Jahr noch einmal um einen Platz auf Rang vier.


           
          An der Umfrage – vom 11.04. bis 06.05.2016 – beteiligten sich 2264 VAA-Mitglieder. Sie bewerteten unter anderem Strategie, Kultur und Arbeitsbedingungen ihrer Unternehmen mit Schulnoten von 1 bis 6, woraus sich eine Gesamtnote ergibt. Im Durchschnitt lag diese Gesamtnote der Unternehmen bei 3,07. Schott erhielt eine 2,50, am schlechtesten schnitt die frühere Bayer-Tochtergesellschaft H.C. Starck ab, die heute Finanzinvestoren gehört, Note: 4,23. Wegen des neuen Unternehmens Covestro enthält die Liste dieses Jahr 24 Großunternehmen, nach 23 im Vorjahr.

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