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Die Rentenfrage : Nutzt der Ruhestand der Gesundheit, oder schadet er ihr?

  • -Aktualisiert am

Wer körperlich angeschlagen ist und es sich finanziell leisten kann, sollte im Alter lieber die Füße hochlegen. Bild: www.plainpicture.com

Studien darüber, ob das Weiterarbeiten nach dem Ruhestand schadet oder nicht, gibt es viele. Körperliche und psychische Gesundheit hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Entscheidend sind die Feinheiten.

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          Wer überlegt, nach der Rente weiterzuarbeiten, sollte sich mal mit Thomas Lüscher unterhalten. Der Arzt war 21 Jahre lang Chef der Kardiologie an der Uniklinik Zürich. Als das Rentenalter näherrückte, bat er darum, weiterarbeiten zu dürfen – doch die Klinikleitung lehnte ab. Ein Headhunter bot ihm einen Professorenposten in London an. Seit drei Jahren behandelt Lüscher nun weiterhin Patienten, forscht, veröffentlicht und gibt Fachzeitschriften heraus. „Die starre Regel, mit 65 in Rente zu gehen, finde ich völlig veraltet und diskriminierend“, sagt er. „Warum sollte jemand aufhören, wenn ihm das Arbeiten Spaß macht und er sich topfit fühlt?“

          Jeder Fünfte zwischen 62 und 73 Jahren arbeitet im Ruhestand, so eine Umfrage des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung. Als Hauptgrund nannten die Rentner „Spaß an der Arbeit“, dahinter das Geldverdienen. Doch mal abgesehen davon, dass nur wenige einen Traumjob angeboten bekommen wie Thomas Lüscher und dann auch noch so fit sind wie er: Wie wirkt sich Weiterarbeiten auf die Gesundheit aus?

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