https://www.faz.net/-gyl-wgl1

Zeitarbeit : Auf dem Weg zum festen Job

Bild: F.A.Z.

Viele Unternehmen setzen Zeitarbeit als Instrument ein, um Mitarbeiter anzuheuern. Sie verlagern einen Teil der Suchkosten nach draußen. Doch inzwischen setzt auch dieser Branche der Mangel an Fachkräften zu.

          1 Min.

          Der Zeitarbeit ergeht es nicht besser als dem Rest des Arbeitsmarktes: Ihr gehen die Fachleute aus. Zwar stehen Helferarbeiten besonders in der Industrie noch immer für den weitaus größten Teil zumindest der großen Personaldienstleister. Für diese Tätigkeiten werden vor allem Arbeitslose rekrutiert. Zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer waren zuvor ohne Beschäftigung gewesen.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

          Doch sind die Gewinnmargen im Verleih von Spezialisten ungleich höher, weshalb viele Personaldienstleister in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten an dieser Stelle ausgebaut haben. Mit Beginn des Aufschwungs stieg die Nachfrage aus den Unternehmen, viele Personalentscheider zögerten aber noch mit Festanstellungen und zogen etwa qualifizierte Zeitarbeiter vor. Dementsprechend wuchs das Spezialistensegment einige Jahre lang schneller als der Gesamtmarkt.

          Facharbeiter und Techniker sind Mangelware

          Diese hat sich aber mittlerweile geändert. Denn die Arbeitslosenzahl ist innerhalb von drei Jahren von 5 auf 3,5 Millionen gesunken und das Reservoir von arbeitslosen Fachleuten ist klein geworden. Viele Unternehmen setzen Zeitarbeit gezielt als Instrument ein, um Mitarbeiter anzuheuern. Sie verlagern so einen Teil der Suchkosten nach draußen und machen dem Zeitarbeiter nach kurzer Zeit ein Angebot, wenn die Einarbeitung erfolgreich ist.

          Einer Umfrage des Marktforschungsinstitutes Lünendonk zufolge gab die Hälfte der beteiligten Zeitarbeitsunternehmen an, einen Bewerbermangel für Facharbeiter und Techniker zu spüren. Es folgten Ingenieure mit 38 Prozent und Konstrukteure mit 32 Prozent. Dies entspricht auch den Antworten auf die Frage, welche Qualifikationen die Kunden besonders nachfragen.

          Vor allem die großen Zeitarbeitskonzerne werden zunehmend auch mit der Suche nach qualifizierten Pflegekräften und medizinischem Personal beauftragt. Relativ gut war die Bewerberlage an Marketingleuten, für die nur 6 Prozent der Befragten einen Engpass reklamierten. Dazu passt, dass die Nachfrage auf der Kundenseite als ziemlich gering beurteilt wird. Auch Vertriebspersonal wird nicht allzu häufig über Zeitarbeit gesucht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Maybrit Illner hat in ihrer Sendung am 25.02.2021 mit ihren Gästen über die Frage „Lockern, aber sicher - geht das?“ diskutiert.

          TV-Kritk: „Maybrit Illner“ : „Wir können einfach nicht mehr“

          Auch wenn Deutschland gerade vor der dritten Corona-Welle steht, reden alle über Wege aus dem Lockdown. Ob „sichere“ Lockerungen möglich sind, wollte Maybrit Illner mit Ihren Gästen diskutieren. Dabei wurde eine andere Frage zum unvorhergesehen Hauptthema.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.