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Ausbildungsvergütung : Was Lehrlinge verdienen

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Geübt wird zunächst an einem Puppenkopf: Friseurlehrling verdienen wenig Bild: dpa

Viele Ausbildungsbetriebe suchen händeringend Lehrlinge. Deren Vergütungen steigen deshalb seit Jahren. Dennoch liegen einige Berufe wie Friseurin oder Floristin weiter gewaltig unter dem Durchschnitt.

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          Auszubildende haben 2015 in Ost- und Westdeutschland erneut spürbar mehr Geld bekommen. Die Tarifvergütungen stiegen im vierten Jahr in Folge - diesmal um bundesweit 3,9 Prozent auf durchschnittlich 826 Euro im Monat. Das teilte das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn am Donnerstag mit. Grund für den Anstieg seien neben der guten Wirtschaftslage die Probleme vieler Betriebe, ihre Lehrstellen zu besetzen.

          Das gelte zum Beispiel für das Lebensmittelhandwerk, die Gastronomie und die Reinigungsbranche. Dort seien die Tarife auch wegen des Bewerbermangels überdurchschnittlich gestiegen.

          Bäcker-Lehrlinge erhielten laut der Auswertung 2015 beispielsweise in West- und Ostdeutschland 5,3 Prozent mehr Geld. Bei Restaurantfachkräften und Köchen wuchsen die Ausbildungsvergütungen um 4,3 Prozent im Westen und 5,3 Prozent im Osten. Auszubildende in der Gebäudereinigung bekamen im Westen 2,4 Prozent, im Osten 4,7 Prozent mehr.

          Insgesamt liegen die Ost-Vergütungen mit durchschnittlich 769 Euro weiter unter denen im Westen (832 Euro). Sie wuchsen 2015 aber auch stärker (plus 4,3 Prozent) als im Westen (plus 3,7).

          Das BIBB wertet die tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1976 jährlich aus. Die Grundlage bilden derzeit rund 450 Tarifvereinbarungen in den größten Tarifbereichen Deutschlands. In der Spitzengruppe der Ausbildungsberufe lagen nach der Auswertung der Maurer mit 1057 Euro (West) und der Mechatroniker (998 Euro West, 976 Euro Ost). Deutlich schlechter bezahlt werden angehende Friseurinnen und Friseure (494 West, 269 Ost) sowie Floristen (587 West, 422 Ost).

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