https://www.faz.net/-gyl-76x4i

Höchstrichterliche Entscheidung : Nur eingeschriebene Studenten sind versichert

  • Aktualisiert am

Nur eine Veranstaltung zu besuchen reicht nicht: Um als Student versichert zu sein, muss man immatrikuliert sein. Bild: dpa

Seit Jahrzehnten ist umstritten, ob Studenten nur dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stehen, wenn sie immatrikuliert sind. Nun gibt es dazu eine höchstrichterliche Entscheidung des Bundessozialgerichts.

          1 Min.

          Studenten stehen nur dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie offiziell  eingeschrieben sind. Der Besuch von Uni-Veranstaltungen ohne Immatrikulation reicht nicht aus, wie das  Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschieden hat.

          Die Klägerin hatte bis Juni 1988 Kunstgeschichte an der Universität Göttingen studiert. Im darauffolgenden Wintersemester nahm sie aber noch an einer Vorlesung und einem Seminar teil. Den Seminarteilnehmern war im Januar 1989 der Besuch eines Gastvortrags empfohlen worden, die Teilnahme war aber freiwillig. Die Frau besuchte den Vortrag. Auf dem Heimweg wurde sie vergewaltigt.

          Mit ihrer Klage forderte sie Leistungen der gesetzlichen  Unfallversicherung wegen psychischer Folgeschäden. Sie sei als Studentin auf dem Heimweg von ihrer Universität versichert gewesen.

          Laut Gesetz sind „Studierende während der Aus- und Fortbildung“ an ihrer Hochschule versichert. Ob dies eine Immatrikulation voraussetzt, ist seit Jahrzehnten umstritten aber noch nie höchstrichterlich entschieden worden. Nun bejahte dies der BSG: Nur immatrikulierte Studenten seien den Ausbildungsregelungen der Hochschule unterworfen und zu Prüfungen zugelassen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Arbeiten schon lange erfolgreich zusammen: der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (links) und Nathanael Liminski (rechts)

          CDU-Vorsitzender : Laschets Vertraute

          Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident ist jetzt Bundesvorsitzender der CDU – und hat noch einiges vor. Auf wessen Rat hört er?
          Wer suchte den Kontakt zum Gesundheitsminister? Jens Spahn vergangene Woche im Bundestag

          Konsequenzen aus Masken-Affäre : Ein Kodex und Spahns heikle Liste

          Mit Verhaltensregeln und einem „Sanktionsregime“ will die Unionsfraktion auf die Vorwürfe gegen Nikolas Löbel und Georg Nüßlein reagieren. Für Unruhe könnte eine Ankündigung des Gesundheitsministers sorgen.
          Britische Zeitungen am Tag nach dem Interview.

          Harry und Meghan : Rassismus bei den Royals?

          Eine familiäre Seifenoper hat sich in eine kleine Staatsaffäre verwandelt. Wenn sich sogar Boris Johnson äußern muss, wurde tatsächlich eine „Atombombe gezündet“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.