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Gerichtsentscheidung : Sorglos Surfen

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Private Surfer am Arbeitsplatz leben gefährlich. Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Privates Surfen am Arbeitsplatz sehen Arbeitgeber meist nicht gern, doch viele dulden die mehr oder minder heimlichen Besuche ihrer Mitarbeiter auf den Internetseiten. Doch bei exzessiven Gebrauch kann Ungemach drohen.

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          Eine private Internetnutzung am Arbeitsplatz rechtfertigt nicht ohne weiteres eine fristlose Kündigung. Das hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden. Eine Kündigung sei sozial nicht gerechtfertigt, wenn der dienstlich zur Verfügung gestellte Internetzugang nur kurzfristig und nur für unverfängliche Zwecke genutzt wurde, heißt es dazu in dem Urteil (Az.: 4 Sa 958/05).

          Das Gericht gab mit seiner Entscheidung der Kündigungsschutzklage einer Arbeitnehmerin statt. Die Klägerin hatte etwa eine Stunde pro Monat zu privaten Zwecken im Internet gesurft. Als der Arbeitgeber dies bemerkte, kündigte er der Frau fristlos. Zur Begründung machte er unter anderem geltend, sie habe ihre arbeitsvertraglichen Pflichten gravierend verletzt.

          Das LAG beurteilte den Fall dagegen nicht so streng. Eine wesentliche Pflichtverletzung liege nur vor, wenn der Mitarbeiter
          beispielsweise erhebliche Mengen von Daten aus dem Internet herunterlade oder eine Rufschädigung des Arbeitgebers drohe, weil strafbare oder pornografische Inhalte herunter geladen würden. Daneben spiele auch die zeitliche Komponente eine wichtige Rolle. Das Fehlverhalten der Klägerin sei daher nicht so gravierend gewesen, dass das Arbeitsverhältnis sofort beendet werden müsste.

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