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Entsendungen ins Ausland : Luanda ist für Expats am teuersten

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Teures Pflaster für Expats: Angolas Hauptstadt Luanda Bild: Reuters

Als Arbeitnehmer ins Ausland entsandt zu werden, ist spannend und oft ein Karriereschritt. Aber wo sind die Lebenshaltungskosten hoch? Das interessiert auch die Arbeitgeber sehr. Eine Rangliste.

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          Ausgerechnet die angolanische Hauptstadt Luanda führt die Rangliste der teuersten Städte für ins Ausland entsandte Berufstätige an. Das ist das Ergebnis eines Rankings der Unternehmensberatung Mercer, die in regelmäßigen Abständen Studien zu den Lebenshaltungskosten von Expats veröffentlicht. Die neueste zeigt: Luanda ist aktuell am kostspieligsten, danach folgen Hongkong (im Vorjahr auf Platz eins) und Tokio, das noch vor einem Jahr nur auf Platz fünf stand.

          Insgesamt 209 Städte auf der ganzen Welt sind auch diesmal wieder in das Ranking eingeflossen. Wie hoch die Lebenshaltungskosten sind, das interessiert nämlich nicht nur die Expats selbst, sondern auch die Unternehmen, die sie zum Arbeiten hinaus in die Welt schicken. Schließlich müssen die Arbeitgeber die Vergütungspakete für ihre Mitarbeiter im Ausland sinnvoll kalkulieren können.

          Vor allem die kleine Schweiz ist mit Zürich, Genf und Bern überproportional häufig in den Top 10 der teuersten Städte verterten. Auch der asiatische Kontinent ist ziemlich oft unter den teuersten zehn zu finden.

          Dass ausgerechnet das afrikanische Luanda die Liste anführt, mag zunächst verwundern, ist aber auf den zweiten Blick gut erklärbar. Obgleich das Alltagsleben in Angola nicht sehr teuer erscheinen mag, gilt das vor allem dann, wenn man sich auf bestimmte lokale Produkte beschränkt. Der von den Unternehmensberatern betrachtete Warenkorb besteht aber vor allem aus Produkten und Dienstleistungen, die global vergleichbar sind. Zudem versucht sich die Beratung mit ihrem Warenkorb an die tatsächlichen Ansprüchen der Expats oder ihrer Unternehmen anzunähern. Westliche Markenprodukte, Wohnungen mit westlicher Ausstattung und in sicheren Stadtvierteln oder auch internationale Zeitungen können gerade in manchen afrikanischen Ländern schnell sehr teuer werden. Im vergangenen Jahr schafften es mit Kinshasa (Kongo) und N'Djamena (Tschad) sogar noch zwei weitere afrikanische Städte unter die teuersten zehn.

          Der gegenüber dem Dollar schwächere Euro ließ die fünf teuersten deutschen Städte in dem Ranking übrigens um durchschnittlich fast 20 Punkte gegenüber dem Vorjahr abrutschen. München schafft mit dem Platz 98 als einziges unter die Top 100. Auch einem Währungseffekt geschuldet ist es, dass es die russischen Städte Moskau und Sankt Petersburg in die Top 50 schaffen.

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