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Arbeitsrecht : Zeugnis ist Sache des Arbeitgebers

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Ein Arbeitgeber behauptete, er habe einem Mitarbeiter sein Arbeitszeugnis per Post zugeschickt. Der Mitarbeiter behauptete, es sei nie angekommen. Jetzt entschied ein Gericht über den Streit - zugunsten des Arbeitnehmers.

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          Ein Arbeitgeber muss nachweisen, dass er seinem Mitarbeiter ein Zeugnis ausgestellt hat. Das hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden. Die Richter betonten, dass der Arbeitgeber das ihm Zumutbare tun muss, um dem Mitarbeiter das Zeugnis zu verschaffen.

          Auch wenn der Arbeitgeber ein Zeugnis angefertigt hat, das dann auf dem Postweg verlorengeht, muss er notfalls ein neues ausstellen. Andernfalls droht dem Arbeitgeber nach dem Richterspruch ein Zwangsgeld oder gar Zwangshaft. (Az.: 10 Ta 45/11)

          Damit wies das Gericht die Beschwerde eines Arbeitgebers zurück. Diesem war zuvor ein Zwangsgeld von 600 Euro vom Arbeitsgericht Koblenz auferlegt worden, gegen das er sich in dem aktuellen Streit nun wehrte. Der Arbeitgeber war zuvor verurteilt worden, einem Mitarbeiter ein Zeugnis auszustellen. Dem Mitarbeiter zufolge war das Schriftstück aber nie bei ihm mit der Post angekommen. Der Arbeitgeber selbst verwies darauf, er habe das Zeugnis zur Post gegeben.

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