https://www.faz.net/-gyl-8j14x

Gehaltsverhandlung : Keine Lohnerhöhung – und tschüss?

  • Aktualisiert am

Einfach offen reden: Wird man sich nicht einig, ist das meist gar nicht so schlimm. Bild: Picture-Alliance

Was tun Sie, wenn der Chef „nein“ zur Gehaltserhöhung sagt? Einfach kündigen? Davor jedenfalls haben viele Arbeitgeber ziemlich viel Angst, wie diese Studie zeigt. Zu Recht?

          1 Min.

          Können Chefs den Wunsch nach einer Gehaltserhöhung einfach so ablehnen? Oder ist der Mitarbeiter dann mit hoher Wahrscheinlichkeit weg - verschwunden zur Konkurrenz? Diese Frage haben sich Personalberater gestellt und eine Studie dazu gemacht. Ergebnis: Eine abgelehnte Gehaltserhöhung ist viel seltener der Grund für einen Arbeitgeberwechsel als Vorgesetzte glauben.

          Die Berater ließen im vergangenen Winter 2135 Finanzvorstände auf der ganzen Welt zu dem Thema befragen, davon 200 in Deutschland. Zudem wurden im Herbst 2015 rund 7500 Bürofachangestellte auf der ganzen Welt befragt; davon kamen 1000 aus Deutschland.

          Mehr als jeder vierte Chef rechnete demnach mit einer Kündigung, wenn er den Gehaltswunsch eines Mitarbeiters abweist. Dabei spielen tatsächlich viel weniger Arbeitnehmer mit dem Gedanken, in solch einem Fall einfach zu kündigen: Nur 11 Prozent sagten, eine gescheiterte Gehaltsverhandlung sei der Auslöser, sich nach einer neuen Stelle umzusehen.

          Manche Chefs glauben auch, der Mitarbeiter würde sich im Büro oder zu Hause über die Absage der Gehaltserhöhung beschweren. Auch das ist aber bei den wenigsten Arbeitnehmern der Fall, wie die Umfrage zeigt. Die Mitarbeiter sind deutlich geduldiger, als die Chefs annehmen: Die Mehrheit der befragten Angestellten in Europa wartet einfach auf das nächste Mitarbeitergespräch, um dann die Lohnforderung zu wiederholen. Diese Reaktion erwartet nicht mal jeder dritte Chef.

          Die meisten Vorgesetzten (37 Prozent) gehen davon aus, dass der Mitarbeiter einen Ausgleich sucht und zumindest nach anderen Leistungen wie etwa flexiblen Arbeitszeiten oder anderen Zuschüssen fragt. Das stimmt in einigen Fällen, doch sind es auch hier etwas weniger Angestellte, die nachverhandeln, als vermutet: Nur 33 Prozent der Befragten geben an, alternative Angebote zu fordern.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.
          Liebe Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern.

          Gendern im Wahlprogramm : Zwangsbeglückung der Sprachgemeinschaft

          Aus den Bürgern werden die Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern – dabei lehnt die Mehrheit der Deutschen das „Gendern“ ab. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.