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So viel Präsenz wie möglich : Studieren und wohnen in Paris

  • -Aktualisiert am

Der Traum vom Auslandsstudium in Paris in Kombination mit einer Pandemie war und ist für viele Studierende eine Herausforderung. Bild: dpa

In der „Cité internationale“ von Paris stand monatelang alles still. Welche Spuren der Pandemie bleiben für die Studierenden im Alltag, nachdem eine fragile Normalität langsam zurückkehrt.

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          Wer in diesem Raum hat dasselbe Sternzeichen?“ – eine Frage, die ich mir selten stelle, wenn ich nicht gerade mit einem lauwarmen Bier im Keller eines Wohnheims stehe und dem Bewohnerkomitee zu antworten versuche. Aber Kennenlern­abend ist Kennenlernabend. In der im Halbdunkel entgegengebrüllten Frage schwingt immer auch mit, für die anderen danach kein unbekanntes Gesicht mehr zu sein. Bei rund 12 000 Studierenden, die im Laufe eines Jahres mit mir in der Cité internationale universitaire de Paris wohnen, ist das ein gutes Gefühl. Die Zeit der Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen scheint an diesem Abend Ende Oktober in der Maison Heinrich Heine, dem deutschen Haus der Studierendensiedlung, weit weg.

          Wer das erste Mal in die Cité im Süden der Stadt kommt, denkt an einen amerikanischen Campus. Studierende und Doktoranden wohnen hier in einem mehr als 30 Hektar großen Park, seit vor rund 100 Jahren die ersten Wohnheime gebaut wurden. Geschlossene Grenzen, Ausgangssperren: die Pandemie griff genau die Ideen von Austausch und Begegnung an, die sich die Gründer für ihre internationale Studierendenstadt vorgestellt hatten.

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