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Kolumne „Nine to Five“ : Ihnen sei Dank!

Kleines Feuerwerk der Danksagungen Bild: dpa

Gute Nachrichten gehen oft unter. Das neue Jahr soll besser anfangen. Deshalb kommt hier ein kleines Feuerwerk an Danksagungen.

          1 Min.

          Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, und was gut gelaufen ist, geht unter. Zeit für ein Danke.

          Ursula Kals
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Dank an die Professorin, die auf dem Kongress der Doktorandin Vortritt, Lob und Ehre überlässt und das für selbstverständlich hält.

          Dank an den Pförtner, der flotte Sprüche drauf hat. Was „You light my Day“ heißt, hat er auf der Schule nicht gelernt, aber er tut es Tag für Tag.

          Dank an den Mathelehrer der MINT-Gruppe, der trotz Erkältung im strömendem Regen loszieht, um im Zoogeschäft Milben fürs Mikroskopieren zu kaufen.

          Dank an den Arzt, der nicht angestrengt-wichtigtuerisch guckt, sondern zuversichtlich sagt, „kriegen wir hin“.

          Dank an den KfZ-Mechaniker, der in Anbetracht der schwächelnden Rostlaube dasselbe sagt.

          Dank an den ergrauten Kollegen, der den Jungspund unterstützt und ihn nicht blind losrennen lässt in die gewetzten Messer der Das-haben-wir-immer-so-gemacht-Ausbremser.

          Dank an den bescheidenen Kollegen, der jeden Montag mit Kostproben seiner Backkünste versüßt.

          Dank an den von einer Tierhaarallergie gepeinigten Chef, der Katzen doof findet, sich aber regelmäßig von den sozialen Fortschritten des verstörten Fundkaters berichten lässt.

          Dank an den Geschäftsführer, der eitle Gockelrunden („kürzlich habe ich bei Hobbes nachgelesen...“) mit seiner Science-Fiction-Sucht aufmischt.

          Dank an den Kollegen, der klaglos einspringt, als bei den anderen der Nachwuchs von der Grippewelle überrollt wird und der Versorgungsnotstand ausbricht.

          Dank an die gestressten Eltern, die ihm dafür Brückentage überlassen. Ungefragt.

          Dank an all jene, die nur lachen, wenn es lustig ist und nicht liebedienerisch losprusten, weil der humorlose Chef einen lahmen Witz gerissen hat.

          Dank an die ITler, die mit stoischer Ruhe auch die banalsten Fragen beantworten. Dank an lernbereit-analoge Mitarbeiter, die diese stellen.

          Dank an die Nüchternen, denen Danksagungen pastoral erscheinen, die den Text dennoch durchwinken.

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