https://www.faz.net/-gyl-9n0sv

Kolumne „Nine to five“ : Plopp, tipp – tüüüt!

Auch Warten ist mit Smartphone angenehmer. Bild: dpa

Smartphones haben immer mehr zu bieten. Sie dienen wahlweise als Portemonnaie, Arbeitsplatz- oder Fernseher-Ersatz. Aber wozu braucht der normale Handynutzer bitte Tastentöne?

          1 Min.

          Handys sind eine tolle Erfindung. Das waren sie schon, als sie bloß fürs exzessive Snakespielen, Telefonieren und gelegentliche SMSschreiben zu gebrauchen waren. Heute ersetzen sie für manchen wahlweise Arbeitsplatz, Fernseher oder Portemonnaie und haben im vergangenen Jahr mit Blick auf die Zahl der Telefonate sogar dem Festnetz den Rang abgelaufen.

          Benjamin Fischer

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Bei der Entwicklung der vielen schönen Annehmlichkeiten sind leider aber über die Jahre ein paar dunkle Flecken übersehen worden – allen voran die Tastentöne. Vielschreiber erzeugen dank ihnen ein derart penetrantes Dauerploppen, dass sie in Sachen Nervfaktor ohne weiteres mit ihren Brüdern und Schwestern im Geiste mithalten können: all jenen Menschen, die Tag für Tag derartig auf ihre Laptop- oder PC-Tastatur einhämmern, dass die Bürokollegen glauben, sie wollten sie zertrümmern (kann nicht gut für die Finger sein, aber ist definitiv ganz schlecht für die Ohren der Mitarbeiter).

          Die Rettung: klangdichte Kopfhörer

          Ganz besonders bitter ist es für Bahnpendler, die schon im Büro mit einem dieser Keyboard-Killer zusammenarbeiten müssen und anschließend auch noch auf der Heimfahrt ein fröhliches Tippkonzert geboten bekommen.

          Übrigens stellt sich durchaus die Frage, wozu der normale Handynutzer denn überhaupt Tastentöne braucht. Als Belohnung für jeden Treffer auf der virtuellen Tastatur? Als perfides Instrument, um jedem in der Umgebung zu zeigen, wie gefragt man ist? Oder sind sie doch vielleicht bloß ein Schmankerl für notorische Nostalgiker, die das Surren der Telefon-Drehschreibe vermissen?

          Höchste Zeit, dass sich ein paar ausgewiesene Fachleute mit dem Thema beschäftigen! Studien, die das Mysterium zu ergründen versuchen, sucht man nämlich vergeblich. Wer weiß, möglicherweise steckt ja doch ein tieferer Sinn in den penetranten Tönen, und jeder, der sie heute deaktiviert, macht einen folgenschweren Fehler. Bis dahin bleibt nur ein Ausweg aus der Misere – und den haben wir tatsächlich auch wieder modernster Technik zu verdanken: klangdichte Kopfhörer!

          Weitere Themen

          Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Studie : Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Die Gehälter der Chefs der 30 größten Konzerne in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2 Prozent gesunken. Das betrifft allerdings nur die gewährten und nicht die ausgezahlten Gehälter.

          Fast niemand will mehr Manager werden

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Topmeldungen

          Seit September 2017 gilt das WLTP, ein weltweit harmonisiertes Prüfprogramm. Hier eine Abgasprüfung beim TÜV Rheinland.

          Das Grenzwert-Drama : 95 Gramm

          Von 2020 an dürfen Neufahrzeuge in Europa im Schnitt nur noch vier Liter Benzin oder dreieinhalb Liter Diesel verbrauchen. Wie es zu einem Grenzwert kam, der die Grenzen der Physik sprengt.

          Erwärmung der Arktis : Das letzte Eis schmilzt schneller

          Auch Alter und Masse schützen nicht vor dem Klimaschock: Das älteste und dickste Eis – das Walrossen und Eisbären als letzte Refugien dienen soll – schmilzt doppelt so schnell wie der Rest. Die Hitze am Pol ist nicht der einzige Grund.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.