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Kolumne „Nine to Five“ : Steinbock okay, Fische o weh

Blick auf einen kleinen Teil der Milchstraße am nächtlichen Sternenhimmel im Landkreis Märkisch-Oderland Bild: ZB

Mehr oder weniger gute Tipps für Vorstellungsgespräche lassen sich zuhauf finden. Man kann sich der Sache sogar mit Blick auf das Sternzeichen des Bewerbers nähern.

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          Tipps für ein Vorstellungsgespräch können Gold wert sein. Natürlich haben das auch findige Autoren erkannt, so dass selbst häufige Jobwechsler für jede neue Bewerbung ein eigenes Buch kaufen könnten. Das treibt zuweilen seltsame Blüten. So gibt es tatsächlich selbsternannte „Fachleute“, die den Zusammenhang zwischen Sternzeichen und Erfolg im Bewerbungsgespräch untersuchen. 2408 Personen hat etwa die Seite „Psychic World“ gefragt, ob sie schon einmal gleich an Ort und Stelle ein Jobangebot erhalten haben. Diese Antworten wurden dann jeweils nach den Sternzeichen der Befragten sortiert.

          Der an Kuriositätswert kaum zu übertreffenden Rangliste zufolge können sich nun alle Steinböcke freuen: Denn 84 Prozent der Befragten, die „mindestens einmal“ diese Erfahrung gemacht haben, hatten dieses Sternzeichen. Für die Psychic-World-Mitarbeiter freilich keine Überraschung, schließlich seien Steinböcke bekannt dafür, Workaholics zu sein. Klar. Wer im Sternzeichen Jungfrau geboren ist – und demnach „unglaublich organisiert ist und leidenschaftlich am Erreichen ihrer oder seiner Ziele arbeitet“ –, hat ebenfalls gute Chancen auf direkten Erfolg. So weit, so gut.

          Wenn auch das Sternzeichen nicht mehr hilft

          Aber welche Sternzeichen sollten vorher vielleicht doch lieber mal einen Blick in ein ganz bescheiden beworbenes Wunderbuch werfen? Krebse müssen jetzt stark sein, ebenso wie die Leidensgenossen mit dem Sternzeichen Fische. Letztere neigten allerdings auch zum Tagträumen, schreiben die Autoren, da liege der Verdacht nahe, dass sie bei einer wichtigen Frage des Interviewers vielleicht gerade mit den Gedanken irgendwo anders seien. So kommt man natürlich nur auf 36 Prozent in der Auswertung.

          Stiere stehen mit 43 Prozent zwar etwas besser da, aber Achtung, liebe Personaler: Bewerber mit diesem Sternzeichen sind den dubiosen Experten zufolge für ihre Unzuverlässigkeit berüchtigt. Mit der Sternzeichen-Rangliste liefern die Autoren auch gleich noch eine weitere, für die Arbeitgeber nach den gröbsten Fehlern von Bewerbern im Vorstellungsgespräch befragt wurden. Demnach kommt es tatsächlich nicht gut an, wenn ein Kandidat keinen blassen Schimmer von dem Unternehmen hat, bei dem er sich gerade andient. Da hilft dann auch das richtige Sternzeichen nicht mehr. Wer das bezweifelt, kann gerne einmal nachschlagen.

          In der Kolumne „Nine to five“ schreiben wechselnde Autoren einmal in der Woche über die Kuriositäten des Arbeits- und Hochschullebens.

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