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Studenten auf Wohnungssuche : Hosen runter, Bewerber!

Die Wohnungssuche ist für Studenten gerade in beliebten Städten kein Kinderspiel. Bild: dpa

Gerade in beliebten Uni-Städten ist die Wohnungssuche für Studenten eine große Herausforderung. Bisweilen stößt manch einer da sogar auf eine FKK-WG. Die Kolumne „Nine to five“.

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          Groß ist die Not, mächtig der Wille zur Wohnung. In einer begehrten Stadt wie München mit den höchsten Mieten im Land bedeutet das für Berufseinsteiger oder Studienanfänger: wochenlang durchs Internet zu stromern auf der Suche nach Bezahlbarem. Wer suchet, der findet eine Wohnung, die mit hübschen Bildern lockt. Die Ernüchterung folgt auf dem Fuß: Es handelt sich um eine FKK-WG. In der Wohngemeinschaft leben Anhänger der Freikörperkultur.

          Ursula Kals

          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Jugend schreibt“.

          Kommt nicht in Frage, sorgt aber für Heiterkeit und politisch unkorrekte Mutmaßungen darüber, wie sich wohl die Bewerbungsgespräche gestalten. Spricht man da mit oder ohne Kleidung vor? Entledigt man sich seiner Klamotten schon im Hausflur? Ziehen sich auch die anderen aus, nicht nur bis aufs Hemd? Fragen die einen nach Rainer Langhans? Kochen die nackt? Hängen die einfach nur so ab? Ziehen die sich was über, wenn uns die Oma besucht? Sind die alle einfach immer schon FFK-Freunde und denken sich nichts dabei, pudelnudel durch die Räume zu ziehen?

          „I mog ni mehr“

          Oder mischt sich ein Spanner drunter? Ist das eine selbstbewusste Mädels-WG, die hübsche Kerle sichten möchte und den Spieß umdreht? Handelt es sich um eine vorgestrige Fleischbeschauung, die an sexistische Vor-„MeToo“-Zeiten anknüpft? Oder wohnen da vielleicht angehende Ingenieure, die das als bequeme Kontaktbörse sehen – fragt amüsiert ein Ingenieurs-Ersti aus Garching. Seine weiteren Überlegungen sind nicht zitierfähig, sondern shitstormverdächtig.

          Verdienstbescheinigungen vorzulegen, Kautions-Garantien zu unterschreiben, sich zahlentechnisch nackig zu machen, das ist Standard. Jetzt aber wortwörtlich alle Hüllen fallen zu lassen? Das geht unter die Haut. „I mog ni mehr“, seufzt die Freundin und klickt sich weiter durch die Seltsamkeiten des Münchener Mietmarkts. „Mal abgesehen davon, dass ich mir die Heizkosten nicht leisten könnte.“

          In der Kolumne „Nine to five“ schreiben wöchentlich wechselnde Autoren über die Kuriositäten des Büro- und Hochschulalltags.

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