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Neuropsychologie : Im Lesezentrum sitzt ein Wortfilter

Das Gehirn trennt beim Lesen bekannte von unbekannten Wörtern, um beide unterschiedlich zu verarbeiten. Forscher haben herausgefunden, wo das passiert. Ihre Erkenntnisse könnten Legasthenikern helfen.

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          Beim Lesen gleiten die Augen schnell über den Text – bis sie an einem unbekannten Wort hängen bleiben. Diesen Effekt haben Forscher der Universitäten Frankfurt und Wien näher untersucht. Mithilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) konnten sie zeigen, dass der „Wortfilter“ im linken unteren Schläfenlappen des Gehirns sitzt. Er trennt bekannte Wörter von sinnlosen oder noch nicht bekannten Buchstabenfolgen, weil letztere im Gehirn auf andere Art verarbeitet werden müssen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Resultate der fMRT-Messungen decken sich mit den Ergebnissen von Computermodellen, welche die beobachtete Aktivierung des Lesezentrums vorhersagen. Die Neuropsychologen konnten zudem in einer Verhaltensstudie zeigen, dass die Leseleistung von Versuchspersonen besser wird, wenn sie den Filterprozess bewusst trainieren. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnten ihre Erkenntnisse unter anderem bei der Behandlung von Lese- und Rechtschreibschwäche helfen.

          Hier geht es zur Studie.

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