https://www.faz.net/-gyl-syvr

Maschinenbau : Zimmermann führt Müller-Weingarten

  • Aktualisiert am

Der schwäbische Pressenhersteller Müller Weingarten hat den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Ford Werke, Rolf Zimmermann, zum neuen Chef berufen. Dessen erste Amtshandlung: Zwei Vorstände fliegen raus.

          1 Min.

          Der schwäbische Pressenhersteller Müller-Weingarten hat den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Ford Werke AG Köln, Rolf Zimmermann, 59 Jahre, zum Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens berufen. Zum gleichen Zeitpunkt scheidet der bisherige interimistische Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Günther Langenbucher, 63 Jahre, planmäßig aus dem Unternehmen aus. Zimmermann soll die Restrukturierungsprogramme weiterentwickeln und effizient umsetzen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Gerhard Wacker.

          Über eine Beteiligung wird verhandelt

          Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur Zimmermann war sein ganzes Berufsleben in der Automobilindustrie tätig. Nach leitenden Management-Funktionen bei Opel und Skoda war er von 1997 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Ford Werke AG in Köln. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Investmentgesellschaft Atlantic European Partners, Mitglied diverser Aufsichtsgremien im In- und Ausland und steht in Gesprächen über die Möglichkeit einer Beteiligung an der Müller Weingarten AG.

          Der ehemalige Wirtschaftsprüfer Langenbucher war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 31. März 2005 Vorstandsmitglied der Ernst & Young AG. Er hatte sich nach dem Weggang von Dr. Michael Heinrich, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Müller Weingarten, im September 2005 bereit erklärt, interimistisch diese Funktion wahrzunehmen, bis eine Führungspersönlichkeit gefunden war.

          Zimmermann räumt auf

          Kurz nach seinem Amtsantritt baut Zimmermann den Vorstand um. Die beiden Vorstandsmitglieder Uwe Hinderer (Vertrieb und Marketing) und Helmar Aßfalg
          (Produktion) müßten ihre Posten räumen, schreibt die „Stuttgarter Zeitung“. Die Manager würden für die schwierige Lage des Unternehmens verantwortlich gemacht. Zimmermann will der Zeitung zufolge künftig auch das Produktionsressort übernehmen. Für den Vertrieb werde eine „interne Lösung“ gesucht.

          Weitere Themen

          Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Studie : Dax-Konzernchefs verdienen weniger

          Die Gehälter der Chefs der 30 größten Konzerne in Deutschland sind im vergangenen Jahr um 2 Prozent gesunken. Das betrifft allerdings nur die gewährten und nicht die ausgezahlten Gehälter.

          Fast niemand will mehr Manager werden

          Studie : Fast niemand will mehr Manager werden

          Es breitet sich die Manager-Müdigkeit aus: Beruflich wollen in Zukunft nur noch wenige eine Führungsposition übernehmen, wie eine neue Studie zeigt. Die Autoren mahnen die Unternehmen auf zu handeln.

          Topmeldungen

          Impeachment-Verfahren im Senat : Scheitern mit Ansage

          Gut zwölf Stunden dauerte der erste Tag des Prozesses gegen Donald Trump im Senat. Dabei ging es nur um die Verfahrensregeln. Die Demokraten stellten lauter Änderungsanträge. Die Republikaner schmetterten alles ab.
          Löst das Welthunger-Problem auch nicht: Ein als Ronald McDonald verkleideter Demonstrant fordert an Eröffnungstag des Weltwirtschaftsforums in Davos, „Eat the Rich“.

          Alles Öko? : Tage der Moralisten

          „Öko“ regiert Davos und die Grüne Woche: Alle ächzen unter der moralischen Last der Bewegung, nicht einmal die Biobauern atmen auf. Denn wer die Welt ernähren will, hat es schwer, die höchsten ethischen Standards zu erfüllen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.