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Krankenversicherung : Doris Pfeiffer führt die GKV

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Doris Pfeiffer Bild: AP

Der Bund der gesetzlichen Krankenversicherung wird von einer Frau geführt werden: Doris Pfeiffer, seit vier Jahren Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, übernimmt den Vorstandsvorsitz des neuen Verbandes.

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          Der Bund der gesetzlichen Krankenversicherung wird von einer Frau geführt werden: Doris Pfeiffer, seit vier Jahren Vorstandsvorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, übernimmt den Vorstandsvorsitz des neuen Verbandes. Darauf haben sich nach Informationen der F.A.Z. der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber der Kassen geeinigt.

          Der Verwaltungsrat des Spitzenverbandes wählte Pfeiffer bei einer Enthaltung als erstes Vorstandsmitglied des neuen, mit der Gesundheitsreform eingeführten Verbandes. Er kann damit planmäßig zum 1. Juli seine Arbeit aufnehmen. Ihr Stellvertreter soll der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Johann-Magnus Freiherr von Stackelberg, werden. Er wird aller Voraussicht nach am 9. Juli gewählt, zusammen mit dem dritten Vorstand. Für den Posten ist der Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der Betriebskrankenkassen (BKK), Gerhard Schulte, vorgesehen. Weil er mit 64 Jahren bereits nahe der Altersgrenze ist, wird er, so ist es informell verabredet, maximal eine halbe Amtsperiode von sechs Jahren ausfüllen. Sein Nachfolger soll dann aus dem Lager der bisher nicht berücksichtigten kleineren Kassenverbände - Innungskassen, Landwirtschaftliche Krankenkasse oder Knappschaft - kommen.

          Den Proporz berücksichtigt

          Bei der Wahl der Vorsitzenden des Verwaltungsrates waren die AOK als der größte Kassenverband mit Arbeitgebervertreter Volker Hansen und die BKK als drittgrößte Kassenart mit Heinz Budde (Arbeitnehmervertreter) bereits berücksichtigt worden. Dass der Vorstandsvorsitz im Spitzenverband nun den Ersatzkassen zufällt, die die zweitgrößte Zahl an Kassenversicherten haben, hat insofern auch mit Proporz zu tun.

          Gleichwohl galt die Wahl der promovierten Volkswirtin Pfeiffer in den Vorstand von Anfang an als sicher. Sie hatte die Unterstützung der großen Ersatzkassen, deren Chefs keine Ambitionen auf den Verbandsjob hegten, wie auch die des von der Gewerkschaft Verdi geführten Verwaltungsrates. Pfeiffer, 1959 geboren, gilt als SPD-nah und hat den Ersatzkassenverband - wenn auch nicht so vehement wie andere Lobbyisten - gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik vertreten. Insofern wird es intern als passend gewertet, dass mit dem 55 Jahre alten Diplom-Kaufmann Stackelberg ein ausgesprochener Kenner der Vertragsmaterie in den Vorstand einzieht. Immerhin muss der neue Kassenverband bundesweit die Verträge etwa mit den Ärzten aushandeln und abschließen.

          Für den Posten im Spitzenverband waren viele AOK-Landeschefs im Gespräch, doch tat sich die Selbstverwaltung lange Zeit schwer, einen gemeinsamen Kandidaten zu benennen. Die große Nähe zur Politik und die Unsicherheit, wie groß der Gestaltungsspielraum im Spitzenverband sei, hätten viele Kandidaten zurückschrecken lassen, hieß es bei den Kassen. Auch Schulte, der das Lager der Betriebskrankenkassen vertritt, ist ein gesundheitspolitischer Experte. Er hat als Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium gearbeitet.

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