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Fidelity International : Strebel übernimmt Leitung von Fidelity

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Alfred Strebel Bild: Fidelity

Mit einem Wechsel an der Spitze ihrer deutschen Vertriebsgesellschaft hat die amerikanische Fondsgesellschaft Fidelity auf die Absatzkrise in den vergangenen Monaten reagiert.

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          Alfred Strebel, 48 Jahre, hat die Leitung von Fidelity International in Deutschland und Österreich ergänzend zu seiner bestehenden Verantwortung für das Schweizer Geschäft übernommen. Er tritt an die Stelle von Klaus-Jürgen Baum, der nach vier Jahren als Deutschland-Chef Fidelity verlässt.

          Offenbar konnte zwischen ihm und der Europa-Zentrale in London kein Einvernehmen darüber gefunden werden, wie dem Geschäftseinbruch hierzulande zu begegnen ist. Nach Jahren des Wachstums wird Fidelity für 2006 erstmals einen Rückgang des verwalteten Vermögens ausweisen. Vorläufigen Schätzungen zufolge summiert sich der Einbruch auf mehr als 1 Milliarde Euro. Damit würde die Fondsgesellschaft, die sich vor 2006 ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem amerikanischen Konkurrenten Franklin-Templeton um den Status als größter ausländischer Anbieter von Publikumsfonds in Deutschland lieferte, im Wettbewerb deutlich an Boden verlieren. Zurückzuführen ist die Entwicklung vor allem auf den dramatischen Einbruch im Neugeschäft mit dem einstigen Vorzeigefonds, den europäischen Aktienfonds Fidelity European Growth, nach einer zuletzt unterdurchschnittlichen Wertentwicklung.

          Strebel ist seit 1998 bei Fidelity in Zürich und leitet die Schweizer Landesgesellschaft seit 2002. Nach seiner Ausbildung zum Diplom-Bankkaufmann in der Schweiz ging Strebel als Rentenhändler nach London, wo er zehn Jahre lang für Credit Suisse First Boston und Merrill Lynch sowie als Managing Director und Head of Trading und Sales für Drexel Burnham tätig war. Im Anschluss an seine Rückkehr nach Zürich im Jahr 1990 übernahm er die Verantwortung für den Bereich Auslandsbörsen bei der Bank Vontobel. Danach leitete er für sechs Jahre bei Reuters International das Marketing für Aktien, Obligationen und Researchprodukte. Er verfügt über einen Abschluss als Betriebsökonom sowie einen Master of Science in Finance.

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