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Spitzenforschung : Wo die Promotion zur Selektion wird

Wer zu den Besten in der Forschung gehören möchte, muss sich den Platz hart erkämpfen. Auch in Deutschland gibt es hierfür inzwischen Graduiertenschulen, die die Promovierenden unterstützen. Bild: dpa

Amerikas Dominanz in der Spitzenforschung hat auch die hiesige Nachwuchsförderung kräftig umgekrempelt. Wer oben mitspielen will, muss an eine Graduiertenschule und sich von dort aus die begehrten Plätze erkämpfen.

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          Früher war die Sache klar: Wer promovierte, tat das am Lehrstuhl und meist als Assistent eines Professors. Mit der Freiheit zur Forschung einher ging dann die Pflicht, Kurse für Studenten im Grundstudium zu geben. Doch wie die Forschungslandschaft insgesamt, hat sich auch die Promotion grundlegend gewandelt. In der Volkswirtschaftslehre ganz besonders.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So ist vielerorts an die Stelle einer klassischen Lehrstuhlpromotion eine fünfjährige Ausbildung an Graduiertenschulen getreten, ein Modell, das seinen Ursprung in Amerika hat. Von Namen her gibt es solche strukturierten Promotionsprogramme mittlerweile an rund 20 Hochschulen quer durch die Republik. Die Angebote reichen von loseren, universitätsübergreifenden Regionalverbünden wie dem Bavarian Graduate Program in Economics bis zu Kaderschmieden an einem festen Standort, etwa in München oder Berlin; bewerben kann man sich im Frühjahr, los geht es jedes Jahr im Herbst.

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