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Erkrankte Mitarbeiter : Die Sache mit dem gelben Schein

  • -Aktualisiert am

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung will der Arbeitgeber in der Regel erst ab Tag vier sehen. Bild: dpa

Wer krank ist, darf drei Tage im Bett bleiben. Erst dann muss er seinem Arbeitgeber ein ärztliches Attest, den sogenannten gelben Schein, vorlegen. Doch es gibt Ausnahmen von dieser Regel.

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          Erkrankt ein Mitarbeiter und ist infolgedessen arbeitsunfähig, muss er seinem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitteilen. Dauert diese länger als drei Tage, hat er ein ärztliches Attest, den sogenannten „gelben Schein“, vorzulegen.

          Der Arbeitgeber ist jedoch berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung auch schon früher zu verlangen. In der Praxis passiert das unter anderem dann, wenn ein Mitarbeiter besonders häufig an Freitagen oder Montagen erkrankt und deshalb der Verdacht einer vorgeschobenen Krankheit besteht.

          Was Arbeitgeber häufig nicht wissen, ist, dass sie den „gelben Schein“ schon ab dem ersten Tag der Erkrankung und auch für Kurzerkrankungen von ein bis zwei Tagen anfordern können. Das Bundesarbeitsgericht hat dies zuletzt mit Urteil vom 14. November 2011 (5 AZR 886/11) klargestellt.

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