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Martina Gieg : Mit den Führungskräften an einem Tisch

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Martina Gieg Bild: Unternehmen

Martina Gieg hat als Beraterin der Commerzbank an der Fusion mit der Dresdner Bank mitgearbeitet. Weil sie bei der Commerzbank-Tochtergesellschaft Commerz Business Consulting angestellt ist, fühlt sie sich nicht als Externe, sondern als Commerzbank-Mitarbeiterin.

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          Bevor die 34 Jahre alte Martina Gieg vor zweieinhalb Jahren zur Commerz Business Consulting ging, hatte sie an einem Volkswirtschafts-Lehrstuhl der Universität Trier als wissenschaftliche Assistentin Doktoranden betreut. „Strukturieren, analysieren und dann Konzepte entwickeln - meine heutige Projektarbeit ähnelt schon der Arbeit an der Promotion“, sagt Gieg.

          Als Beraterin der Commerzbank, des einzigen Kunden der Tochtergesellschaft, war Gieg anfangs vor allem mit Projekten befasst, die sich mit der Zusammenführung von Dresdner Bank und Commerzbank befassten. So leitete die Diplom-Kauffrau und promovierte Volkswirtin für ein Jahr lang ein Projekt, das die unterschiedliche Herangehensweise der beiden Institute an große Firmenkunden analysieren und das Beste aus beiden Ansätzen bündeln sollte.

          „Dass die involvierten Führungskräfte uns zum Teil schon kannten, hat natürlich geholfen“, erinnert sich Gieg. Damit sei es für das dreiköpfige Beraterteam leichter gewesen, als alle an dem Projekt Beteiligten zum ersten Mal an einem Tisch saßen. Auch nach Abschluss des Projektes halte sie Kontakt zu den Verantwortlichen. „Wir liefern nicht einfach ein Konzept, sondern begleiten meist auch die Umsetzung.“

          Sie empfindet ihre Beratungsgesellschaft mit 60 Beschäftigten als eine eigenständige Einheit, aber auch als eine Abteilung in der Bank. „Ich fühle mich als Mitarbeiterin der Commerzbank.“ Tatsächlich steht auf Giegs Visitenkarte groß Commerzbank. Nur im Kleingedruckten wird erkennbar, dass sie für die Tochtergesellschaft arbeitet.

          Für Gieg gehören die branchenüblichen Reiseaktivitäten nicht zum Alltag. „Ich empfinde es als Vorteil, dass meine Hauptansprechpartner, die Führungskräfte der Commerzbank, ihre Büros in der Regel in Frankfurt haben und ich abends meistens in meine eigene Wohnung zurückkehre. Aber wenn wir in Warschau oder Kiew arbeiten, hat das auch seinen Reiz.“ Gieg kann sich vorstellen, später ganz zur Mutter Commerzbank zu wechseln. Nachdem sie vor eineinhalb Jahren Führungsverantwortung erhielt, setzt sie aber zunächst darauf, weitere Projekte im Auftrag der Bank zu leiten.

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