https://www.faz.net/-gyl-8wvhu

Business Angel für Fintechs : „Man kann tatsächlich Geld damit verdienen“

  • Aktualisiert am

Bild: Marcel Salland

Kilian Thalhammer ist Berater und Business Angel im Bereich Payment, Fintech, eCommerce & Loyalty. Aktuell hält er Beteiligungen an zehn Start-ups, sechs davon sind Fintechs.

          1 Min.

          Herr Thalhammer, warum sind Sie Business Angel geworden?

          Mich haben vor allem immer schon neue Geschäftsmodelle interessiert, und um den Aufbau von Firmen selbst mitzugestalten und voranzutreiben, bietet sich das Business Angel Modell an. Tatsächlich spielt auch der monetäre Aspekt eine Rolle. Denn man kann durch Beteiligungen wirklich Geld verdienen.

          Worin sehen Sie – neben der finanziellen Unterstützung – die wichtigsten Aufgaben eines Business Angels?

          Je nachdem, in welchen Bereichen die Business Angels unterwegs sind, spielt das Knowhow eine große Rolle. Gerade im Fintech-Bereich ist es essentiell. Hier geht es darum, das Produkt zu entwickeln, den „Go-to-market“ vorzubereiten, Fundraising zu betreiben, um die Investoren durch einen Folgeinvestor abzusichern, und als Sparringspartner zur Verfügung zu stehen. Oft wird man nach Einschätzungen gefragt zu potentiellen Businesspartnern oder zu bestimmten Dienstleistungen.

          Wie sieht die Zusammenarbeit mit den Start-ups aus?

          Wenn ich mich für ein Start-up entschieden habe, geht es darum, ein Zeitkontingent festzulegen. Diese Tage können die Start-ups dann abrufen. Ansonsten läuft alles sehr pragmatisch – einfach per Mail. Oft geht es um Fragen wie: „Hast du den Kontakt hier? Kannst du den Kontakt herstellen?“ In frühen Phasen ist man operativ intensiver eingebunden. Das ändert sich später. Dann wird man Board Member und arbeitet über einen Beratervertrag.

          Was unterscheidet die Arbeit eines Business Angels im Fintech-Bereich von der in anderen Bereichen?

          Hier ist wesentlich mehr Fach-Knowhow nötig, da der Fintech-Bereich allein schon wegen der Regulatorik viel komplexer ist. Die Technologie im Bankenbereich ist intransparenter. Darüber hinaus sind es die großen Player nicht gewohnt, mit Start-ups zusammenzuarbeiten.

          Das Interview führte Julia Hoscislawski.

          Weitere Themen

          Heidewitzka, Herr Schaffner

          Im Karnevals-Zug : Heidewitzka, Herr Schaffner

          Es gibt Kollegen, die haben dieses Immer-gute-Laune-Gen. Das macht den Alltag ein bisschen heller, besonders zu Karneval. Und sogar dann, wenn der Arbeitgeber Deutsche Bahn heißt. Die Kolumne „Nine to five“.

          Topmeldungen

          Vor der Bürgerschaftswahl : Warum Hamburg anders wählt

          Am Sonntag wählen die Hamburger eine neue Bürgerschaft. Was wünschen sie sich von der Politik für ihre Stadt? Ein Blick auf den Durchschnittshamburger gibt Antworten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.