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Wirksame Lernmethoden : Lerntipps für Studenten | Die perfekte Prüfungsvorbereitung

  • -Aktualisiert am

„Es hilft unserem Gehirn schon mal“, sagt Trainerin Grotehusmann, „wenn wir vor dem Lernen unser Wissensnetz aktivieren.“ Zum Beispiel so: Vorab Fragen notieren, die einem zum Thema in den Sinn kommen. Das Inhaltsverzeichnis eines passenden Buches durchgehen. Oder sich eine ABC-Liste anlegen: Zu jedem Buchstaben des Alphabetes sucht man nach einem Begriff aus dem Lerngebiet, „spontan, nicht chronologisch, nicht wertend“.

Zudem macht sich ein aufgeräumter Arbeitsplatz mit geordnetem Lernmaterial gut. Und: „Ein Flug ohne Streckenplan ist lebensgefährlich.“ So beschreibt es Sabine Grotehusmann in ihrem anschaulichen Buch „Der Prüfungserfolg“ (Gabal, 17,90 Euro). Es sei sinnlos, blind draufloszulernen.

 

Lerntipp 2: Lernphasen strukturieren & festlegen

Folgende Prozesse könnte man bei der Planung berücksichtigen: 

  1. Unterlagen zusammenstellen (Mitschriften sortieren, Bücher ausleihen, alte Klausuren besorgen usw.)
  2. Inhalte erfassen (lesen, Überblick verschaffen)
  3. Wissen speichern (Definitionen, Formeln auswendig lernen, Zusammenfassung verinnerlichen)
  4. Wissen anwenden (Übungen machen, Probeklausuren schreiben)
  5. Wissenslücken schließen (Lerngruppen treffen, Experten befragen)

Je nachdem, ob man auf lange Sicht lernt oder ob einem nur noch einige Tage bleiben, trägt man die geschätzt benötigten Zeiten in einen Monats-, Wochen- oder Tagesplan ein: Jahreskalender, Stundenplan, To-do-Liste.

 

Lerndisziplin: Zeitfresser blocken

In der Wochenübersicht unbedingt zunächst die Zeiten eintragen, die einem nicht zur Verfügung stehen: Vorlesungs-, Nebenjob- und Haushaltszeiten, Mittagspausen, Omis Geburtstag. Dabei Belohnungsaktivitäten wie Sport und andere Hobbys nicht vergessen.
Es ist nicht ganz einfach, den zeitlichen Aufwand fürs Üben korrekt zu bemessen. Das sind Erfahrungswerte, die man immer wieder korrigieren muss. Deshalb: Flexibel bleiben und Puffer einbauen. Manchmal fällt es leichter, rückwärts – vom Prüfungstermin bis heute – zu planen. Und bei alldem sich selbst nicht vergessen!

Sabine Grotehusmann unterscheidet Lerner nach ihrer jeweiligen Persönlichkeit. Und die zeige sich bereits in der Planung: Beginnt man lieber mit einem schwierigen Teilbereich oder mit Wiederholungen? Arbeitet man morgens besser als nachmittags? Wie verbringt man Pausen am liebsten: an der frischen Luft, beim Essen?
Lernen behält natürlich oberste Priorität. Deshalb gehören Dinge, die noch (aber nicht jetzt!) erledigt werden müssen, auf einen Zettel notiert – der beiseite gelegt wird. Mit Programmen wie Cold Turkey, SelfControl und LeechBlock kann man sich zudem auf bestimmte Zeit den Zugriff auf Ablenker wie Facebook und Youtube verweigern.

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