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Schülerinnen und Schüler einer fünften Klasse einer Realschule in Baden-Württemberg (Symbolbild) Bild: dpa

Neue Studie : Was ein Schulfach Wirtschaft bringt

  • -Aktualisiert am

Brauchen wir ein eigenes Fach für Wirtschaftsthemen? Seit Jahren wird darüber gestritten. Eine Langzeitstudie hat untersucht, wie es sich auf Kompetenz und Einstellungen von Schülern auswirkt. Ein Gastbeitrag.

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          Die Notwendigkeit einer guten Wirtschaftsbildung an unseren Schulen ist unumstritten. Das sieht auch die Kultusministerkonferenz so. Allerdings haben sich deren Mitglieder nicht auf klare Empfehlungen zur Umsetzung in den Schulen geeinigt. Als Konsequenz haben wir heute in Deutschland einen Flickenteppich an länderspezifischen Lösungen. Als einziges Bundesland hat bisher Baden-Württemberg im Schuljahr 2016/17 ein verpflichtendes Fach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ in allen Sekundarschulen, beginnend mit der siebten Klassenstufe, eingeführt. Wir haben von Beginn an die wissenschaftliche Begleitung im Rahmen einer von der Stiftung Würth geförderten Langzeitstudie durchgeführt. Die letzte Erhebung war im Juli dieses Jahres. Es nahmen insgesamt über 12.500 Jugendliche teil.

          Da mehrere Studien in den letzten 20 Jahren defizitäre Wirtschaftskenntnisse der Schüler und Schülerinnen in Deutschland konstatierten, galt die erste Frage unserer für Baden-Württemberg repräsentativen Erhebung dem Lernfortschritt durch den Fachunterricht. Getestet wurden ökonomische Kompetenzen, also die Fähigkeit, mithilfe wirtschaftlichen Wissens Lösungen für ökonomische Probleme zu finden. Die Ergebnisse für die Klassen 7 bis 9 liegen ausgewertet vor. Zunächst ist festzuhalten, dass drei Jahre nach Einführung des Schulfachs die Erwartungen an den Fachunterricht erfüllt wurden. Die Kompetenzzuwächse entsprechen in etwa jenen, wie wir sie aus anderen Fächern kennen.

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