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Unterricht mal anders : Zusammen lernen trotz Corona

Lehrer-Feedback per Videochat Bild: Jannis Chavakis/KNA

Der persönliche Unterricht von Lehrer zu Schüler ist kaum zu ersetzen. Doch mit Hilfe der digitalen Medien ist vieles möglich. Wir haben einige Beispiele.

          6 Min.

          Freitag, der 13. März, war der schwärzeste Tag im Berufsleben von René Winkelmann. Er musste seinen Schülern mitteilen, dass wegen der Coronavirus-Pandemie die Schule von Montag an geschlossen bleibt. „Keiner hat sich gefreut, einige Schüler haben sogar geweint“, berichtet Winkelmann, der Wirtschaft, Geschichte, Erdkunde, Politik und Technik unterrichtet. Seine Schüler und er vermissten den persönlichen Kontakt, sagt er. Sollte die Schule auch nach den Osterferien noch geschlossen bleiben müssen, wäre das vor allem ein soziales Problem. Winkelmanns Trost: In Sachen Lernen mithilfe von digitalen Medien sei seine Schule schon weit vorangeschritten. „Wir werden weiterarbeiten können, wir sind gut aufgestellt.“

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Das Lernen mithilfe der digitalen Medien erlebt gerade einen Aufschwung, weil Lehrende und Lernende nicht persönlich zusammenkommen können. Sie können aber über die elektronischen Medien kommunizieren oder sich womöglich in virtuellen Räumen treffen. Nach Beobachtungen des Digitalverbands Bitkom sind jedoch die „allermeisten Schulen gerade in einem Zustand der Verzweiflung“. Sie wüssten nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen, sagt der Geschäftsführer des Verbands, Bernhard Rohleder. „Weder die Technik ist da, noch sind die Prozesse, wie man sicher kommunizieren und interagieren kann, eingespielt.“ Zum Teil verschickten Lehrer Lernmaterial per Post.

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