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Schule und Corona : Arbeitsblätter statt digitales Lernen

  • Aktualisiert am

Noch ist an normalen Unterricht nicht wieder zu denken. Bild: dpa

Kontakt zu ihren Schülern halten Lehrer laut einer Umfrage derzeit meist per E-Mail. Für die Lehrinhalte greifen sie offenbar vor allem auf klassische Arbeitsmaterialien zurück.

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          Die meisten Lehrer nutzen während der wochenlangen Schulschließungen vor allem klassische Arbeitsmaterialien und Kommunikationswege statt neuer digitaler Formate. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Robert Bosch Stiftung, über deren Ergebnisse die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet.

          Demnach gab die große Mehrheit der Lehrerinnen und Lehrer von der Grundschule (79 Prozent) bis zum Gymnasium (90 Prozent) an, während der Zeit der Schulschließung Aufgabenblätter genutzt zu haben. Video-, Audio- oder Schreibkonferenzen im Netz nutzte im Vergleich dazu nur ein kleiner Teil der Lehrkräfte. Etwas populärer sind Erklärvideos, die bei gut jedem dritten Lehrer zum Einsatz kamen.

          Mängel bei technischer Ausrüstung

          Die meisten Lehrkräfte (69 Prozent) sehen Verbesserungsbedarf bei sich selbst, was den Umgang mit digitalen Lernformaten betrifft. Fast genauso viele (64 Prozent) sind der Ansicht, ihre Schule benötige eine bessere technische Ausstattung.

          Kommuniziert wird in Zeiten geschlossener Schulen laut Umfrage vor allem über E-Mail. 79 Prozent der Anfang April befragten Lehrerinnen und Lehrer hielten so Kontakt zu ihren Schülern. Dahinter folgen Telefon (46 Prozent), digitale Lernplattformen (45 Prozent), die schuleigene Webseite (31 Prozent) und soziale Medien oder Dienste wie WhatsApp (28 Prozent).

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