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Schulen in der Pandemie : Fehlt es den Kultusministern an Bildung?

Mit Maske im Unterricht an einem Münchner Gymnasium Bild: dpa

Die Kultusminister betonen seit dem März, wie wichtig der Präsenzunterricht sei. Aber strukturelle Vorkehrungen, die diesen in einer Pandemie ermöglichen, treffen sie nicht.

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          Die aktuellen Konflikte um die Schule, die in Berlin diesen Monat ihren bisherigen Höhepunkt erreichten, sind nicht mit den üblichen Bildungsdebatten zu verwechseln. Es geht da nicht um Lernstoffe, Unterrichtsmethoden oder Bildungsziele, sondern um die Schule als den Ort, der Bürger auch physisch so weitgehend dem Staat ausliefert wie kein anderer – wenn man vom Militär in Kriegszeiten oder vom Justizwesen im Falle von Straftätern absieht. Der Grund dafür, die allgemeine Schulpflicht, besteht schon seit gut hundert Jahren, doch in den meisten Zeiten fällt der körperliche Aspekt des staatlichen Zwangs nicht weiter auf und ist kein Anlass zur Beunruhigung.

          Mark Siemons
          Feuilletonkorrespondent in Berlin.

          Die Bedrohung durch das Coronavirus aber hebt diese spezielle Verantwortung des Staats mit plötzlicher Wucht ins Bewusstsein. „Darf der Staat“, so fasst ein Artikel auf der Lehrer-Website „news4teachers“ die Irritation zusammen, „Kinder in den Unterricht zwingen, wenn er dort den Gesundheitsschutz nicht gewährleisten kann?“

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