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Schule in der Pandemie : Protest gegen größere Klassen

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„Reißt uns nicht auseinander“ lautet die Forderung der Kinder aus der Frankfurter Comeniusschule. Bild: Lakuntza, Nerea

In 29 hessischen Grundschulen sollen im kommenden Schuljahr die Klassen einer Jahrgangsstufe neu geordnet und damit größer werden. Eltern und Opposition fordern, darauf in Zeiten der Pandemie zu verzichten.

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          Die Diskussion, wie groß Klassen im kommenden Schuljahr sein sollen und dürfen, geht weiter. Eltern der Comeniusschule im Nordend wehren sich weiterhin gegen die Vorgabe des Staatlichen Schulamts, wonach ihre Kinder im vierten Schuljahr in drei größeren statt den bisherigen vier Klassenverbänden lernen sollen. Nach den Pandemie-Monaten mit Wechselunterricht und Schulschließung halten sie das für eine zusätzliche, vermeidbare Belastung ihrer Kinder, wie sie am Donnerstag während einer Protestaktion vor dem Schultor mittelten.

          Unterstützung bekommen die Eltern von den Oppositionsfraktionen im Hessischen Landtag. Am Mittwoch stand das Thema auf der Tagesordnung einer Sondersitzung des Kulturpolitischen Ausschusses. Die Frankfurter Schule ist auch kein Einzelfall, in ganz Hessen sollen in 29 Grundschulen Klassen zusammengelegt werden, weil sich die Schülerzahl eines Jahrgangs so verkleinert hat, dass der übliche Klassenteiler von 25 dies erfordert. In gut der Hälfte der Fälle sind die Neubildungen nach Angaben des Kultusministeriums beschlossene Sache, mit den übrigen Schulen sei man im Gespräch.

          Das Ministerium hält Ausnahmeregelungen für Einzelne bei 1100 Grundschulen im Land für unmöglich und unnötig. Christoph Degen, bildungspolitischer Sprecher der SPD im Landtag, widerspricht: „Ich halte es für richtig, die Klassen jetzt ein, zwei Jahre nicht zusammenzulegen.“ Es gehe nicht um Präzedenzfälle. Als Förderschullehrer wisse er, wie wichtig die persönliche Bindung zur Lehrkraft sei.

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