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Zeitung statt Schulbuch : Schatzsuche im Unterricht

Multimedial: Zeitung lesen lässt sich auch per Tablet Bild: Frank Röth

Zeitung lesen bildet nicht nur, es vergrößert auch den Wortschatz. Das ist ein Ergebnis des Projekts „Meine Zeitung“ mit 800 Schülern aus 30 Klassen.

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          Schon der Begriff Wortschatz macht deutlich, dass es sich dabei nicht allein um einen nützlichen Fundus handelt, mit dem man sich verständlich macht. Es ist vielmehr ein wahrer Schatz, der auch schlichten Aussagen Glanz verleihen kann. Er dient aber nicht nur Poeten, um Gefühle vielfältig zum Ausdruck zu bringen, sondern ermöglicht es auch, die Fakten hinter Politik und Wirtschaft präzise zu formulieren und selbst feine Unterschiede sichtbar zu machen. Wenn also der Wortschatz von Schülern größer wird, so ist das wohl eines der größten Komplimente für das Projekt „Meine Zeitung“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der F.A.Z. an dem 2020 rund 800 Schüler aus 30 Klassen teilgenommen haben.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          91 Prozent der Lehrer, die hinterher von der Dortmunder Medienagentur MCT befragt wurden, gaben an, der Wortschatz der Jugendlichen habe sich erweitert, und 83 Prozent äußerten, das Textverständnis habe sich verbessert. Viele Schüler haben für ihre Langzeitarbeiten Themenmappen angelegt, Artikel gesammelt, zusammengefasst, kommentiert und Glossare unbekannter Wörter angelegt. Das hat Wirkung gezeigt. Die besten Arbeiten sind in diesem Jahr in einer virtuellen Preisverleihung ausgezeichnet worden. Die Schüler haben sich in beeindruckender Weise mit Themen wie Mobilität der Zukunft, Berichterstattung über religiöse Themen, Donald Trump und natürlich Corona beschäftigt.

          Neun von zehn wollen politische Nachrichten

          Drei Viertel der Lehrer gaben in der Befragung auch an, durch das Projekt habe sich die Allgemeinbildung der Jugendlichen erhöht und deren Medienkompetenz verbessert. Bei den Schülern äußerten fast 90 Prozent, dass sie es wichtig oder sehr wichtig finden, sich in der Schule mit aktuellen politischen Nachrichten zu beschäftigen. Somit fiel das Projekt einmal mehr auf fruchtbaren Boden. Und das in einem Jahr, in dem es für Schüler und Lehrer gleichermaßen schwierig war, angesichts der Corona-Pandemie das Unterrichtspensum zu bewältigen. Im Gegensatz zu manchem Arbeitsblatt war die Zeitung täglich da, in gedruckter oder digitaler Form – als Einladung, Neues zu entdecken.

          Die Möglichkeit, selbst zu recherchieren, konnten vor dem Lockdown nur wenige Klassen nutzen, manche haben darum andere Wege gewählt, um Beiträge zu liefern, die sind auf den folgenden Seiten zu lesen. Dort ist auch zu erfahren, warum die Stiftung Polytechnische Gesellschaft das Zeitungsprojekt als wichtigen Baustein in ihrem Programm sieht. Der Reichtum, den ein großer Wortschatz beschert, spielt dabei eine bedeutende Rolle.

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