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Ökonomie in der Schule : Ein Bündnis für mehr Wirtschaftswissen

Teil der Allgemeinbildung: Ein Bündnis aus Wissenschaftsvertretern plant ein neues Schulfach Wirtschaft. Bild: dpa

Wissenschaftsvertreter wollen für mehr wirtschaftliche Bildung in der Schule sorgen. Einige Bündnis-Teilnehmer fordern gar ein neues Fach.

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          Mehr als fünfzig Institutionen – Lehrerverbände, Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen, Wirtschaftsverbände und Vertreter der Wissenschaft – haben ein „Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland“ gegründet. An diesem Freitag werden sie es in Berlin vorstellen. Viele verlangen schon seit Jahren mehr Wirtschaftsbildung in den Schulen. Gerade bekommt diese Forderung nach Angaben der Organisatoren einen besonderen Auftrieb, weil das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen nach langem Hin und Her dabei sei, flächendeckend ein Schulfach Wirtschaft einzuführen.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          In den meisten Bundesländern werde Schülern zu wenig Wirtschaftswissen vermittelt, sagt Malcolm Schauf, Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte und Professor für Betriebswirtschaftslehre. Der Verband war maßgeblich am Entstehen des Bündnisses beteiligt. Wer wenig über Ökonomie wisse, sei anfälliger für Populismus, erklärt Schauf.

          Als Beispiel nennt er den Vorstoß des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert im Frühjahr, der die Kollektivierung privater Unternehmen ins Spiel brachte. Ein ökonomisch gebildeter Mensch frage sich da sofort, welche allgemeine Konsequenzen Enteignungen hätten und wie es in der Vergangenheit mit Wirtschaftformen ausgegangen sei, die Privateigentum keine Bedeutung zugemessen hätten.

          Kommt ein neues Schulfach?

          Weil es in der Bevölkerung um die Wirtschaftsbildung, wie Studien zeigten, nicht gut bestellt sei, setzt sich das Bündnis für einen besseren Wirtschaftsunterricht ein. Es gehe nicht darum, aus Schülern BWLer zu machen, sagt Schauf. Ökonomische Bildung sei Teil der Allgemeinbildung und Voraussetzung für die Entwicklung von Mündigkeit, Urteilsvermögen und Verantwortungsbewusstsein, heißt es im Strategiepapier des Bündnisses.

          Einige der Bündnis-Teilnehmer fordern ein eigenes Schulfach Wirtschaft. In der Gesamtheit wird das so nicht formuliert. Konsens ist, dass die Ökonomie im Curriculum viel stärker verankert und die Lehrer an den Hochschulen entsprechend qualifiziert werden müssten. Ein eigenes Budget hat der Zusammenschluss bisher nicht. Es gehe nun darum, Ideen zu entwickeln, sich über Best Practises auszutauschen und noch mehr Mitwirkende zu gewinnen. Im nächsten Jahr will man eventuell einen Kongress veranstalten. Und man hat eine Internetseite eingerichtet.

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