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Nach den Abi-Prüfungen : Sorge vor dem großen Saufen

Reifeprüfung: Können junge Leute nicht nur Müll produzieren, sondern auch wegräumen? 2017 hat es funktioniert. Bild: Maximilian von Lachner

Nach den Abi-Prüfungen wird auch in Frankfurt wieder ausgiebig gefeiert werden. Ob Schüler auch diesmal die Wiesen und Wege säubern, ist unklar. Schuld daran ist wohl eine Kommunikationspanne.

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          Unschöne Anblicke im Grüneburgpark will Kevin Saukel vermeiden. Der Stadtschülersprecher weiß, dass Bilder von vermüllten Wiesen und Wegen in der Öffentlichkeit nicht gut ankommen. In den vergangenen Jahren, in denen das Ende der schriftlichen Abiturprüfungen in dem Park gefeiert worden war, hat es diese hässlichen Bilder gegeben: Zu fortgeschrittener Stunde verwandelte sich die Party in ein Saufgelage, von dem anderntags die mit Bechern, Flaschen und Scherben übersäten Wiesen zeugten.

          Bernd Günther
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Stadt rüstet sich auch dieses Jahr für einen Reinigungseinsatz. Bernd Roser vom Grünflächenamt erläuterte in der Sitzung des Ortsbeirats 2, wie vorgesorgt wird. Ziel sei, den fast fertig sanierten Grüneburgpark vor größeren Schäden zu schützen. Auf den Wiesen würden zusätzliche Müllbehälter aufgestellt und die Spielplätze mit Bauzäunen abgesperrt, damit dort nicht etwa Flaschen zu Bruch gingen. Das Toilettenhaus am Eingang zur Siesmayerstraße bleibe verschlossen, um Schäden und Missbrauch zu verhindern. Stattdessen würden mobile Toiletten und Urinale aufgestellt, sagte die Leiterin der Stabsstelle Sauberes Frankfurt, Claudia Gabriel. Die Zahl der Klos werde sogar verdoppelt, damit sich die Feiernden nicht an Bäumen und im Gebüsch erleichterten.

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